Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl: Mühlenparty bei Gruber und Sportheim-Sause für Sauer

Fairer Kampf um die Wählergunst: Das Bewerbertrio hat sich dem Vernehmen nach gut verstanden. Von gegenseitigen Attacken ist jed
Fairer Kampf um die Wählergunst: Das Bewerbertrio hat sich dem Vernehmen nach gut verstanden. Von gegenseitigen Attacken ist jedenfalls nichts bekannt. Philipp Gruber (links) und Christian Sauer ziehen in die Stichwahl ein, Isabel Steinhauer-Theis verabschiedet sich. v

Die Bürgermeisterwahl geht in die Verlängerung: Erst in drei Wochen wird in der VG Lauterecken-Wolfstein die Entscheidung fallen. Warum zieht sich der Wahlkampf so lang hin?

Nur keine Müdigkeit vorschützen: „Wir gehen notfalls bis ins Elfmeterschießen“, witzelte Philipp Gruber. Christian Sauer will selbstredend bis zum Ende mitgehen, auch wenn er sich im ersten Wahlgang als weniger zielsicher erwiesen hat. Zehn Prozent weniger? Das sei kein Grund, den Kopf hängen zu lassen – das sei vielmehr Ansporn: „Wir ziehen das jetzt durch“, sagte der vermeintliche Außenseiter für die Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein.

Die Entscheidung darüber, wer ab Ende Mai in der Verwaltung der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein das Sagen hat, ist vertagt. Sie fällt erst am Sonntag, 12. April. Der mit deutlicher Stimmenmehrheit ausgestattete Philipp Gruber (FWG) hat es nicht geschafft, im ersten Anlauf schon die Fünfzig-Prozent-Hürde zu überspringen.

Wahlbeteiligung vergleichsweise hoch

Und so wird sich denn in einer Stichwahl weisen, wer den Chefsessel im Lauterecker Rathaus einnehmen wird. Rückt der bisherige Büroleiter Sauer (parteiunabhängig) eins rauf? Oder fährt der bei der Kreisverwaltung tätige Gruber künftig glanab- statt glanaufwärts zur Arbeit? Raus aus dem Rennen ist die Lautereckerin Isabel Steinhauer-Theis (CDU). Während das Ergebnis für sie enttäuschend war, haben die Konkurrenten ihr Weiterkommen gefeiert: Gruber war bei einer Wahlparty in der Gumbsweiler Mühle zu finden, Sauer wurde im Kaulbacher Sportheim mit Jubel empfangen.

kusueberblickwahlmontag

Die verbliebenen Bewerber haben einiges gemein: Sie stammen aus Dörfern der VG und bringen als mit Diplom ausgestattete Verwaltungsfachwirte berufliches Rüstzeug mit, das zwar nicht ausdrücklich gefordert ist – allerdings auch kaum schaden kann. Drei weitere Wochen werden sie um die Wählergunst wetteifern. Normalerweise vergehen zwei Wochen bis zu einer Stichwahl. Beim Beharren auf dieser Frist aber wäre man sich mit dem Osterhasen ins Gehege gekommen. Die Erfahrung lehrt, dass es nicht erneut zu einer so hohen Wahlbeteiligung kommen wird: Am Sonntag trug wohl die Landtagswahl dazu bei, der Bürgermeisterwahl eine Beteiligung von 69,8 Prozent zu bescheren.

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