Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl in der VG: Kandidaten im Klassenzimmer auf dem Prüfstand

Gruppenfoto mit allen Beteiligten: Schüler, Kandidaten, Lehrer, Amtsinhaber und das Team der RHEINPFALZ.
Gruppenfoto mit allen Beteiligten: Schüler, Kandidaten, Lehrer, Amtsinhaber und das Team der RHEINPFALZ.

Beim RHEINPFALZ-Speeddating hatten Oberstufenschüler des Veldenz-Gymnasiums die Möglichkeit, den Bürgermeisterkandidaten auf den Zahn zu fühlen.

Die RHEINPFALZ und das Lauterecker Veldenz-Gymnasium hatten eingeladen, sie waren der Einladung gefolgt: Isabel Steinhauer-Theis (CDU), Philipp Gruber (FWG) und Christian Sauer (parteilos), die drei Kandidierenden für das bald neu zu besetzende Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein. Am Dienstagvormittag trafen Lokalpolitiker und Schüler zum Austausch in Form eines Speeddatings aufeinander.

Die Teilnehmer aus den Klassenstufen zwölf und 13 hatten sich vorab im Unterricht Fragen überlegt, die sie den Kandidaten stellen. Für viele der jungen Leute war die Veranstaltung nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag, sondern auch insofern relevant, als die am Monatsende anstehende Wahl für viele die erste ist, an der sie selbst teilnehmen können. Im Wahlkampf um den Chefsessel der Verbandsgemeinde ist jede Stimme wichtig, wurde an dem Vormittag betont. Dieser hatte für die Gäste eine nicht zu unterschätzende Relevanz: Denn neben Leserinnen und Lesern der Berichterstattung in der RHEINPFALZ galt es, unmittelbar potenzielle Erstwählerinnen und -wähler von sich zu überzeugen.

Fragerunden in drei Klassenzimmern

Beim Speeddating mussten die Kandidaten sechs Fragerunden absolvieren. Separat voneinander bildeten die beiden Schülerjahrgänge jeweils drei Gruppen, die dann nacheinander zu den drei Bürgermeister-Bewerbern kamen, die jeweils in unterschiedlichen Klassenzimmern auf die jungen Menschen warteten. Jede Gruppe hatte im Vorhinein einen kurzen Fragenkatalog vorbereitet, der auf die Interessen und Erkenntnisabsichten der Schüler zugeschnitten war.

Diese Fragen stellten die Schüler, während Sauer, Gruber und Steinhauer-Theis für ihre Antworten jeweils genau zwei Minuten zur Verfügung hatten. Je nach Komplexität der Fragestellung und Redelaune der Kandidierenden wurde dieses Zeitfenster mal mehr, mal weniger gefüllt. Die Schülerfragen spannten den Bogen von der jeweiligen Motivation zur Kandidatur über erste Projekte, falls man gewählt werden sollte, bis hin zur finanziellen Situation der Kommunen und den Spielräumen eines Bürgermeisters. Nächste Woche werden in der RHEINPFALZ die Antworten zu finden sein.

Rezeption von Schülerseite

Allgemein wurde die Möglichkeit, mit den Menschen, die man sonst hauptsächlich als Gesicht auf dem Wahlplakat kennt, ins Gespräch zu kommen, von den Schülern sehr positiv aufgenommen. Die Unmittelbarkeit des persönlichen Austauschs wurde von allen als besonders wertvoll angesehen: „Ich fand es unterhaltsam und auch informativ in Bezug auf meine Wahlentscheidung“, sagte ein Zwölftklässler.

Generell kamen in den Äußerungen alle drei Bewerber für den Chefsessel der VG gut weg: Die Angaben der Schüler auf die Frage, wer sie denn am meisten überzeugt habe, divergierten weitgehend. Viele betonten, dass alle einen sympathischen Eindruck gemacht hätten. Diese um sich greifende Zufriedenheit sorgte bei einigen Schülern jedoch auch für Skepsis: Da wurde auch mal kritisch angemerkt, dass die gehörten Dinge bisweilen fast zu gut klangen, um wahr zu sein.

Verbesserungsvorschlag inklusive

Ein Verbesserungsvorschlag einer Schülerin: Bei einem potenziellen nächsten Speeddating könnten die Fragen auf die jeweiligen Bewerber angepasst sein. Dann würde nicht allen Bewerbern derselbe Fragenkatalog präsentiert, was etwas mehr Abwechslung ins Spiel bringen würde. Übrigens hatten sich die Abiturienten über ihre Sozialkundelehrerin auf eigenen Wunsch an die RHEINPFALZ gewandt: Das Speeddating mit den Landratskandidaten im Frühjahr 2025 hatte den jungen Leuten so viel Spaß gemacht, dass sie sich eine Wiederholung gewünscht hatten.

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