Lauterecken-Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl in der Verbandsgemeinde: Sauer und Gruber gehen in die Stichwahl

... da waren’s nur noch zwei: Das Kandidaten-Trio für den Bürgermeistersessel in Lauterecken ist am Sonntag geschrumpft.
... da waren’s nur noch zwei: Das Kandidaten-Trio für den Bürgermeistersessel in Lauterecken ist am Sonntag geschrumpft.

Wer Bürgermeister in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein wird, entscheidet sich erst in der Stichwahl. Von drei Kandidaten sind zwei für den 12. April übrig.

Wiedersehen in drei Wochen: Am Sonntag nach Ostern werden sich so einige Wahlhelfer und Wähler in 41 Nordkreis-Kommunen erneut begegnen: Nachsitzen heißt’s bei der Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein. Dabei gehen Philipp Gruber (FWG) und Christian Sauer (parteiunabhängig) vom Dreier- ins Zweierduell. Isabel Steinhauer-Theis (CDU) hat sich am Sonntag aus dem Rennen verabschiedet.

Die Unterlegene nahm es mit Würde: Lautereckens Stadtbürgermeisterin hatte sich zurück ins Veldenzschloss begeben, um im Kreise ihres Wahlhelfer-Teams zu sein, so wie zuvor angekündigt. Verständlich, dass Isabel Steinhauer-Theis am Wahlabend leicht geknickt war angesichts eines mauen Ergebnisses. „Natürlich ist das für mich sehr enttäuschend“, räumte die Lautereckerin gut drei Stunden nach Schließung der Wahllokale unumwunden ein. Woran es gelegen haben mag? „Ich kann es nicht sagen.“ Zumindest falle ihr nichts ein, was sie grundlegend falsch gemacht haben könnte. „Ich bin aber gespannt auf die Analyse von außen“, so die CDU-Kandidatin.“

Nur Platz drei im Veldenzstädtchen

Auch wenn es letztlich den Bock nicht fett gemacht hat: Auffällig war es schon, dass Isabel Steinhauer Theis noch nicht einmal in ihrer Heimatgemeinde die meisten Stimmen auf sich hat vereinigen können. In der Veldenzstadt graste – wie in vielen Ortsgemeinden vor allem der früheren VG Lauterecken – Philipp Gruber ab. Der FWG-Kandidat aus St. Julian vereinte 46,5 Prozent der Stimmen auf sich. Die Stadtbürgermeisterin brachte es gerade mal auf ein Viertel (25,4 Prozent) der abgegebenen Stimmen. Das reichte für die Kandidatin auch beim Heimspiel nur zu Platz drei.

Zum Vergleich: Gruber sahnte in seiner Heimatgemeinde mächtig ab, kratzte in zwei der drei Ortsteile St. Julians an der 90-Marke, die er in Eschenau riss: 87,4 Prozent hatte er im Stimmbezirk St. Julian erhalten, 89,2 in Gumbsweiler. Sagenhafte 93,7 Prozent der Wähler schenkten dem Ortsbürgermeister in Eschenau ihr Vertrauen.

Sauer in ehemaliger VG Wolfstein ganz stark

Christian Sauer war sich in seinem Heimatort ebenfalls großer Unterstützung gewiss: 87,4 Prozent der Wähler in Kreimbach-Kaulbach haben den Namen des Kaulbachers angekreuzt, der auch an seiner früheren beruflichen Wirkungsstätte in Wolfstein viel Zuspruch erhielt. Überhaupt holte Sauer seine Stimmen überwiegend im Bereich der früheren, bis 2014 eigenständigen Verbandsgemeinde Wolfstein.

Bei der dortigen Verwaltung war Sauer tätig, inzwischen ist er Büroleiter in Lauterecken. Stichwahl-Kontrahent Gruber ist bei der Kreisverwaltung tätig – will heißen, dass ab Ende Mai ein Verwaltungsfachmann die Verbandsgemeinde führen wird.

Die Vier vorn war für Gruber erklärtes Ziel

Philipp Gruber ist zuversichtlich, dass er das sein wird. „Die Vier vorne war meine Zielvorstellung. Die Fünf vorne, das wär’ mein Wunschergebnis gewesen“, kommentierte der FWG-Kandidat am Abend sein Abschneiden. 46,8 Prozent hatte Gruber in der VG auf sich vereinigen können, das entspricht 4634 Stimmen. Steinhauer-Theis musste mit 16,6 Prozent (1642 Stimmen) vorlieb nehmen.

Mit Schwung in die Stichwahl geht Christian Sauer, der auf 36,6 Prozent Stimmenanteil (das entspricht 3627 Stimmen) kam. „Ich hatte mir einen Stempel mit Datum 12. April besorgt“, den könne er ja jetzt guten Gewissens auf die bereits hängenden Plakate drücken, freute sich Sauer. „Ansonsten hätte ich ihn halt weitergegeben.“

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