Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Als RHEINPFALZ-Mitarbeiter Herr über abertausende Fußballresultate: Gerd Keller wird 80

Kündigt für Juni sein Karriereende als Berichterstatter an: Gerd Keller. Der langjährige Sportfunktionär und RHEINPFALZ-Mitarbei
Kündigt für Juni sein Karriereende als Berichterstatter an: Gerd Keller. Der langjährige Sportfunktionär und RHEINPFALZ-Mitarbeiter wird am 29. April 80 Jahre alt.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist Gerd Keller für die RHEINPFALZ auf Ballhöhe. Am 29. April feiert „keg“ – so sein Kürzel – seinen 80. Geburtstag.

Weit über die Hälfte seines Lebens hinweg hat er sonntags – für kurze Zeit – Herrschaftswissen verwaltet: Gerd Keller hatte in jenen Momenten Fußballfreunden der Region etwas voraus: Er kannte die Resultate von den Feldern rundherum früher als alle anderen. Kaum waren die Spieler nach Abpfiff in der Kabine, klingelte Keller in Sportheimen an, kontaktierte Informanten zwischen Medard und Waldmohr, Wolfstein, Mackenbach und Miesau, um Ergebnisse, Torschützen und weiteres Wissenswerte zur Partie zu erfahren. Das tut er bis heute: Der dienstälteste Mitarbeiter der Regionalsport-Redaktion in Kaiserslautern wird am Vorabend der „Hexennacht“ 80 Jahre alt.

Für die RHEINPFALZ ist Keller offiziell seit 1971, im Grunde aber schon viel länger auf Ballhöhe: Schon als Schüler hat er sonntags in der Redaktionsstube mitgeholfen – „meistens erst einmal Feuer gemacht im Winter“, erinnert sich der Kuseler zurück. Sein erster regulärer Sonntagseinsatz jährt sich im Sommer zum 55. Mal.

Der Schreiber war selbst am Ball aktiv, war als Fußballer wie als Funktionär und später als Schiedsrichter bekannt. Keller trug das Trikot des Fußballvereins (FV) seiner Heimatstadt Kusel. Unter anderem zählte er zu jener A-Jugend, die es einst bis ins Bezirksendspiel schaffte und erst im Finale dem 1. FC Kaiserslautern unterlag. „In Waldmohr, 1:4“, ist Keller im Gedächtnis geblieben. Nach der Ära bei den Grün-Weißen war Keller für den SV Haschbach und den SV Schellweiler aktiv. In Schellweiler wurde er heimisch, dort wohnt er bis heute.

In Sportbund und Fußballverband ganz oben dabei

Nach seiner aktiven Zeit hat sich Keller als Funktionär um den Sport verdient gemacht. Das Engagement des gebürtigen Kuselers – der als eins von acht Geschwistern am Tuchrahmtreppchen das Licht der Welt erblickt hat – ist mehr als beachtlich. Unter anderem war Keller Sportkreis-Vorsitzender, lange im Fußball-Kreisausschuss, auch Klassenleiter, nebenbei Schiedsrichter.

Gedankt worden ist ihm sein Wirken mit der Verdienstnadel des Landes Rheinland-Pfalz. Die war das i-Tüpfelchen auf all die vielen Ehrungen, die Keller von Sportbund, Südwestdeutschem Fußballverband und Deutschem Fußballbund zuteilgeworden sind. Auf Trab hält ihn weiterhin die Auftragslage seines Kurier- und Fahrdienstes.

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