Kusel Zur Sache: Wo und wie man helfen kann

Dass die ersten Flüchtlinge schon am Mittwoch kommen sollen, hat viele Menschen vor Ort überrascht. Jetzt läuft die Hilfe für Flüchtlinge verstärkt an. Die RHEINPFALZ gibt Tipps, wohin sich Hilfsbereite und Spendenwillige wenden können. „Dass es nächste Woche losgeht, kommt sehr überraschend“, sagt Heidrun Rühmann vom Kuseler Patenkreis Asyl. Eigentlich habe man erst im Spätherbst mit den ersten Flüchtlingen auf dem Windhof gerechnet, der nächste Termin des „Runden Tischs für Flüchtlinge“ sei für Oktober vorgesehen. In der Initiative sind mehrere – meist Frauen – aktiv, die hier lebende Flüchtlingsfamilien unterstützen. Ob es eine Zusammenarbeit mit der Einrichtung geben wird, ist laut Rühmann noch unklar: „Wir könnten uns da beispielsweise vorstellen, dass ehrenamtliche Helfer mit Kindern spielen oder so.“ Zum Betätigungsfeld des Patenkreis Asyl gehöre im Prinzip die Unterstützung von Flüchtlingsfamilien im Alltag, etwa bei Arztbesuchen oder Behördengängen. Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit interessiere, könne sich per E-Mail an Rühmann wenden (hm-ruehmann@t-online.de). Aber auch Diakonie und Caritas seien gute Anlaufstellen. Rühmann: „Im Haus der Diakonie können Kleiderspenden abgegeben werden – vor allem für Kleinkinder.“ Auch Spielzeug oder Bettwäsche nehme man entgegen. Im Kuseler Haus der Jugend kann Kleidung jeder Größe abgegeben werden, auch Fahrräder werden gesucht. Eine weitere Sammelstelle ist das Tattoo-Studio „Delirium Ink Tremens“ in der Marktstraße. Ab Dienstag wird dort Kleidung gesammelt. Wer helfen will, kann sich auch an die Kontaktstelle Holler wenden. Offiziell ist dort zwar bis nach der Herbstmesse Urlaub; „E-Mails beantworten wir trotzdem“, verrät Sozialarbeiter Bastian Drumm (kontaktstelle_holler@freenet.de). Wer sich engagieren wolle, könne beispielsweise als Deutschlehrer einsteigen; die werden gerade gesucht. Aber auch als Helfer bei Behördengängen und Arztbesuchen könne man Flüchtlingen helfen. Ob es eine konkrete Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und der etablierten Kontaktstelle Holler gibt, ist noch nicht klar. Drumm: „Ich hoffe, dass dort zwei junge Sozialarbeiter mit dem Herz am rechten Fleck anfangen, die richtig Bock auf den Job haben.“ Dann könne man Fußballspiele oder ein Willkommensfest auf die Beine stellen. Drumm: „Ich würd’ mir die Einrichtung auch gerne mal vor Ort ansehen.“ Auch ohne materielle Spenden könne man den Flüchtlingen helfen, sagt Drumm: „Ein Lächeln schenken oder ein freundliches ,Hallo’ hilft auch.“ Das könne jeder ohne großen Aufwand und es zeige den Menschen, dass sie in Deutschland willkommen sind. Es sei wichtig, offen auf die Leute zuzugehen. (bgi)

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