Kusel Zur Sache: FWG widerspricht VdK-Forderung

Als bar „jeglicher Kenntnis vor Ort“ bezeichnet der Sprecher der FWG-Fraktion im Stadtrat Wolfstein, Olaf Radolak, die Forderung des Wolfsteiner VdK-Vorsitzenden Marco Creutz, der nach dem Brand der Aldi-Filiale für den Bau eines neuen Marktes einen Standort in der Stadt forderte (wir berichteten gestern). Eine solche Pressemitteilung herauszugeben an dem Tag, als es noch gebrannt habe, sei außerdem „unangebracht“ und „unmoralisch“. Dieser Standort sei vor 25 Jahren gewählt worden und sei nicht zu ändern, da es in Wolfstein keine geeigneten Flächen gebe, die nutzbar wären. Dort, wo Platz sei, befänden sich Überschwemmungsflächen. Andere Flächen seien zu klein. Ein Wasgau-Markt in der Pfingstweide ohne Aldi sei außerdem undenkbar und unökonomisch. Ende der 70er Jahre habe Inhaber Feier schon seinen Edeka-Markt Aldi angeboten und schon damals habe Aldi mangels Parkplätzen und der Anfahrbarkeit für die Lkw abgelehnt. Damals hätte man es vom Platzangebot her noch schaffen können. Zu dieser Zeit habe es andere Richtlinien gegeben, leider sei man in dieser Zeit im Stadtrat aber noch nicht weitsichtig genug gewesen. Die kleinen Läden seien deshalb ausgestorben, weil sie nicht mehr von den Kunden genutzt worden seien. Heute müsse man mobil sein, um die Angebote außerhalb der Stadt wahrnehmen zu können. Sei man es nicht, habe man ein Problem. Aus diesem Umstand heraus sei der Nachbarschaftsladen des CJD Wolfstein entstanden, für den sich auch die Verantwortlichen der Stadt eingesetzt hätten, skizziert der FWG-Sprecher. Die FWG denke über ein Mitfahrer-System zum Einkaufen nach, bei dem sich registrierte Fahrer und Mitfahrer an abgesprochenen Punkten treffen könnten. In vielen Regionen werde auch von Märkten ein Shuttle-Service angeboten. Die Frage sei also nicht, wo ein Aldi hinsolle, sondern dass so schnell wie möglich dieser Aldi wieder aufgebaut werde, konstatiert Radolak. |rhp