Kusel Nebenbei bemerkt ...:

Licht und Schatten – das fällt einem spontan ein, wenn man die Woche Revue passieren lässt. Fangen wir, wie üblich, mit den negativen Nachrichten an. Vor allem in Sachen Wirtschaft gab es sie zahlreich. Zuallererst die Firma Chalou in Herschweiler-Pettersheim, immerhin der größte Arbeitgeber in der ehemaligen Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler mit zuletzt noch um die 100 Beschäftigten. Von denen haben diese Woche etliche die Nachricht bekommen, dass sie entlassen werden. Wie viele genau, das wissen wir nicht, denn die Firmenleitung hüllt sich in Schweigen. Auch ob das Gerücht stimmt, dass der bekannte Modehersteller ganz ins Ausland abwandert, ist noch unbestätigt. Klar aber ist: keine guten Nachrichten für die Menschen und den Landkreis Kusel. Auch dass Aldi sich aus Wolfstein zurückziehen will, ist ein Verlust – zumindest für die Menschen im Lautertal. Nach dem Brand im vergangenen Jahr wird es keinen Neuaufbau geben. Und wer beim Discounter einkaufen will – oder muss – wird künftig längere Wege in Kauf nehmen müssen. Zynisch mutete Mitte der Woche die Nachricht an, dass zwar die Wachmannschaft der Erstaufnahmeeinrichtung in Kusel ihre Arbeit verliert – die rund 20 Männer und Frauen aber wieder eingestellt werden können, wenn sie sich weiterqualifizieren. Und dann für weniger Geld. Das als positiv zu verkaufen, das ist einfach nur frech. Kommen wir zum Positiven. Da ist vor allem das Wetter zu nennen. Das war diese Woche einfach nur großartig. Frühling vom Feinsten lässt uns alle doch ganz anders durch die Gegend gehen. Überall blüht und gedeiht es, die Mittagspause in der Sonne und vielleicht das abendliche Grillen – das ist Lebensqualität pur. Dazu passte auch die Ankündigung, dass es Ende Mai wieder Kunst im Grünen geben wird. An der Wasserburg bei Reipoltskirchen werden vier Künstler wieder mit ungewöhnlichen Installationen aufwarten – und Kunstinteressierte von Nah und Fern anlocken. Eine echte Erfolgsgeschichte. Und eine Werbung für den Landkreis. Schade nur, dass es schon wieder kälter werden und auch regnen soll. Was auch für die vielfältigen Veranstaltungen an diesem Wochenende kein gutes Omen ist. Denn der Wanderauftakt am morgigen Sonntag macht natürlich bei Sonnenschein und milden Temperaturen viel mehr Spaß als bei Kälte. Und auch dem verkaufsoffenen Sonntag in Altenglan, für den wieder ein vielfältiges und interessantes Programm zusammengestellt wurde, ist gutes Wetter zu wünschen. Doch wie sagten schon die Großmütter so schön: Man muss es nehmen, wie es ist. Oder: Die Natur braucht den Regen! | Barbara Scheifele