Bruchmühlbach-Miesau
Wichtige Radwegebrücke im Bruchmühlbacher Bruch wird ersetzt
Die bei Radfahrern und Spaziergängern beliebte Holzbrücke, die in Verlängerung der Bruchstraße im Ortsteil Bruchmühlbach über den Glan führt, war wegen massiver Schäden an der Holzkonstruktion bereits im Sommer 2024 abgerissen worden. Seither klafft hier eine Lücke im Radwegenetz: Da die Ortsgemeinde vom Glan ebenso wie von der Bahn und der A6 durchschnitten ist und es nur wenige Verbindungswege zwischen den Ortsteilen Miesau und Bruchmühlbach gibt, warten viele Anwohner schon ungeduldig darauf, dass die Brücke erneuert wird. Zumal auch der Radweg „Pfälzer Moortour“ eigentlich über die Brücke führt und die Radler seit ihrem Abriss statt vorher 1,6 Kilometer eine sieben Kilometer weite Umleitung über Hütschenhausen/Hauptstuhl in Kauf nehmen müssen, um auf die andere Seite des Glans zu kommen. So mancher hätte sich deshalb eine Behelfslösung für die Brücke gewünscht.
„Von Anfang an stand fest, dass diese wichtige Radwegebrücke zeitnah wieder ersetzt werden muss, aber das ist nicht so einfach, weil Auflagen einzuhalten sind“, betont Christian Hirsch, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau. Die Brücke liege im Scheidelberger Woog, einem Naturschutzgebiet. Außerdem gelte es, den Hochwasserschutz zu beachten. „Für die Planung mussten also Genehmigungen aus dem Bereich des Naturschutzes und der Wasserwirtschaft eingeholt werden, was das Projekt zeitlich gesehen etwas in die Länge gezogen hat.“
Der Verbandsgemeinderat, der für die Radwege zuständig ist, hat die Planung inzwischen freigegeben und sich für eine Konstruktion aus verzinktem Stahl entschieden, um die Unterhaltungskosten möglichst gering zu halten. Die neue Brücke wird drei Meter breit und hat eine Spannweite von elf Metern. Statisch ausgelegt ist sie nur für Radfahrer und Fußgänger, nicht für Fahrzeuge. Unter dem Brückenüberbau ist eine Passage für Reptilien und Wildtiere vorgesehen. Die Baukosten beziffert Christian Hirsch auf rund 250.000 Euro. Um die Kosten für die Kommune so gering wie möglich zu halten, habe die Verbandsgemeinde eine Förderung aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ beantragt. Der Eigenanteil belaufe sich demnach auf etwa 25.000 Euro, der Brückenneubau werde also zu 90 Prozent gefördert. „Voraussichtlich können die Arbeiten im laufenden Jahr zum Abschluss kommen“, so der Bürgermeister.