Kreis Kaiserslautern Westpfalz: Nato-Partner üben Kampfflugeinsatz

Zwei F-16-Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe.
Zwei F-16-Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe.

Im Luftraum über der Air Base Ramstein messen am 6. Juni Kampfjet-Piloten ihre Kräfte. „Ramstein 1–gegen-1“ heißt die Übung. Auf Einladung der US-Luftwaffe in Europa und Afrika nehmen neun Nationen daran teil.

Ziel des Manövers sei, die kollektive Einsatzbereitschaft der teilnehmenden Nato-Luftstreitkräfte zu verbessern, wie es in einer Pressemitteilung heißt, die der Flugplatz sowie das dort angesiedelte Hauptquartier der US-Air Force in Europa und Afrika herausgegeben haben. Jets der vierten und fünften Generation würden sich abwechselnd „in einem freundschaftlichen Wettbewerb messen“.

Wie das Hauptquartier auf RHEINPFALZ-Anfrage weiter informierte, nehmen außer den USA acht weitere Nationen an der Übung teil: Deutschland, Frankreich, Polen, Belgien, Großbritannien, Dänemark, Finnland und die Niederlande. Geflogen werde an jenem Donnerstag zwischen 11 und 18 Uhr, der Übungsbereich sei auf den Luftraum über der Air Base Ramstein – den Großraum Kaiserslautern bis Bitburg – beschränkt, der zivile Luftverkehr nicht betroffen. Zu den Übungen, zu denen jeweils zwei Piloten gegeneinander anträten, gehörten grundlegende Kampfflugmanöver, um einen Positionsvorteil gegenüber dem Gegner zu erlangen. Tiefflüge gehörten nicht dazu und seien auch nicht geplant.

Im Luftraum über der Air Base Ramstein wird geübt.
Im Luftraum über der Air Base Ramstein wird geübt.

Deutsche Seite früh informiert

Die US-Seite habe bereits Ende Februar bei der regelmäßigen Besprechung mit den deutschen Bürgermeistern innerhalb der Kaiserslauterer US-Militärgemeinde auf die Übung am 6. Juni hingewiesen, erklärt Ralf Hechler (CDU), Bürgermeister von Stadt und Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach auf Nachfrage. Im Vergleich zum regulären Flugbetrieb – die Air Base Ramstein ist Drehscheibe für den militärischen Frachtflugverkehr – werde die Kampfflugzeug-Übung sicher anders wahrgenommen.

Dass sie hier stattfinde, sei allerdings sicher nicht außergewöhnlich, so Hechler. Zum einen sei die Nato-Kommandobehörde zur Führung der Luftstreitkräfte „Aircom“in Ramstein beheimatet. Zum anderen hätten Nato und die US-Streitkräfte seit Beginn des Ukraine-Krieges wiederholt Übungen abgehalten, „die es vorher so nicht gab“. Der Bürgermeister rechnet damit, dass es Beschwerden von Bürgern geben wird. Er sagt aber auch: „Solange es keine sich regelmäßig wiederholende Übung ist, muss man das akzeptieren.

Bürgermeister von Stadt und Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach: Ralf Hechler (CDU).
Bürgermeister von Stadt und Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach: Ralf Hechler (CDU).
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