Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Wer neuer Erster Kreisbeigeordneter werden soll

Gudrun Heß-Schmidt geht im Frühjahr 2026 nach 24 Jahren als Erste Kreisbeigeordnete in Pension.
Gudrun Heß-Schmidt geht im Frühjahr 2026 nach 24 Jahren als Erste Kreisbeigeordnete in Pension.

Für die Nachfolge von Gudrun Heß-Schmidt als Erste Kreisbeigeordnete gibt es nur einen Bewerber: CDU-Mann Jan Schneider aus Bann.

Gudrun Heß-Schmidt ist im Landkreis eine Institution: Bereits seit Februar 2002 ist die CDU-Frau aus Enkenbach-Alsenborn als Erste Kreisbeigeordnete im Amt und damit mit Abstand die Dienstälteste im Kreisvorstand. Sie war Stellvertreterin von drei Landräten: von Rolf Künne (SPD), Paul Junker (CDU) und aktuell Ralf Leßmeister (CDU). Ihre dritte Amtszeit läuft am 3. Februar 2026 aus. Sie ist zuständig für die Bereiche „Ordnung, Verkehr und Schulen“, wozu beispielsweise auch der Brand- und Katastrophenschutz gehört, sowie für den Bereich „Lebensmittelüberwachung, Veterinärwesen und Landwirtschaft“.

Da die 67-Jährige schon aus Altersgründen nicht weitermachen kann, hat der Kreistag den hauptamtlichen Posten mit einer Amtszeit von acht Jahren ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endete am 20. August.

Nur ein Bewerber

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, liegt lediglich eine Bewerbung vor. Eingereicht wurde sie von Jan Schneider aus Bann, der auf Vorschlag der CDU-Kreistagsfraktion kandidiert. Über die Wahl entscheidet der Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 15. September.

CDU-Mann Jan Schneider hat sich um ihre Nachfolge beworben.
CDU-Mann Jan Schneider hat sich um ihre Nachfolge beworben.

Der 49-jährige Jan Schneider hat eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert und verfügt über zwei akademische Abschlüsse: ein Diplom in Betriebswirtschaft (FH) von der Fachhochschule Kaiserslautern sowie einen Master of Arts in Personalentwicklung von der Technischen Universität Kaiserslautern. Beruflich ist der Bännjer derzeit bei der Landesbank Saar (SaarLB) tätig, wo er die Betreuung von Kommunalkunden sowie Finanzdienstleistungen für die öffentliche Hand in den Bundesländern Saarland und Rheinland-Pfalz verantwortet.

Politisch engagiert sich Schneider seit 1999 im Verbandsgemeinderat Landstuhl, seit 2009 ist er dort Vorsitzender der CDU-Fraktion. Im Ortsgemeinderat Bann ist er seit 2004 aktiv; dort war er von 2009 bis 2014 Beigeordneter und im Anschluss bis 2024 Fraktionsvorsitzender. Im vergangenen Jahr kandidierte er auch als Ortsbürgermeister, unterlag aber seinem Konkurrenten Michael Klingel (FWG) denkbar knapp mit gerade einmal elf Stimmen Rückstand.

Seit 2024 gehört Jan Schneider außerdem dem Kreistag an. Dort hat die CDU, die mit FWG und FDP eine Koalition bildet, 13 Sitze.

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