Pfalz Weiterhin Hilfe zur Selbsthilfe im Senegal

 Die Senegalhilfe konnte dem mittellosen Abdu (Mitte) ein Lastenfahrzeug besorgen, mit dem er nun Geld verdienen kann. Cordula E
Die Senegalhilfe konnte dem mittellosen Abdu (Mitte) ein Lastenfahrzeug besorgen, mit dem er nun Geld verdienen kann. Cordula Eckenfels hat es sich bei ihrem Besuch angesehen.

Die Arbeit im Senegalhilfe-Verein geht weiter. Das muss sie, sagt Cordula Eckenfels, Vereinsvorsitzende aus Frankenthal. Erst kürzlich hat sie im Senegal nach dem Rechten gesehen.

Seit mehr als zehn Jahren besucht Eckenfels, die Ende 2022 der Vereinsgründerin Doris Racké ins Amt nachgefolgt ist, regelmäßig den Senegal und schaut nach den Projekten des Vereins. Schulen, Kindergärten, Krankenstationen, die Marmeladenfabrik und die Landwirtschaftsschule in Sandiara waren in diesem Frühjahr Ziele der Vorsitzenden. Auch alle drei vom Verein einst auf den Weg gebrachten Behindertenzentren in Mbour, Thiès und Tivaoune besuchte sie. Zusammen mit den Vereinsmitgliedern Doris und Wolfgang Horbach, Rita Kühle und Rosita Schäfer unternahm Eckenfels einen 14-tägigen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz im Senegal.

Die Ausbildung zum Informatiker ist neu

Begeistert berichtet die Vorsitzende nach ihrer Rückkehr unter anderem von einem Lastenfahrzeug, das dank großzügiger Spender gekauft und an Abdu, einen mittellosen Mann und Oberhaupt einer Großfamilie, übergeben werden konnte. „Nun kann er ein kleines Transportunternehmen gründen und damit zum Unterhalt der Familie beitragen“, sagt Eckenfels und beschreibt damit den Weg des Vereins, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Vereinsmitglieder wohnen unter anderem in Frankenthal und Umgebung, Grünstadt, Ludwigshafen und Bad Dürkheim.

Bislang werden in den Behindertenzentren behinderte Menschen zu Schneidern und Schustern ausgebildet. „Neu ist in Thiès die Ausbildung zum Informatiker“, berichtet Eckenfels von einer erfreulichen Weiterentwicklung. Der Direktor der Einrichtung unterrichte zurzeit zehn Jugendliche, die mit großer Begeisterung bei der Sache seien.

Weitere Schule in Tivaoune

Fortschritte sahen die Vereinsmitglieder auch beim Bau des ersten Kindergartens im Dorf Takhoum. „Wenn er fertig ist, werden die Drei- bis Fünfjährigen hier Französisch und damit die Amtssprache im Senegal lernen“, erläutert Eckenfels. Die Kinder sprechen zuhause nur die Umgangssprache Wolof.

Ende des Jahres wird mit Unterstützung des Vereins in Tivaoune ein weiteres Schulgebäude entstehen. Der bisherigen Schule fehlen Klassenräume. Darauf hat der Rektor die Vereinsvorsitzende bei ihrem Besuch aufmerksam gemacht. „Der Vorstand des Senegalhilfe-Vereins wird dem Wunsch zustimmen und Ende des Jahres ein weiteres Schulgebäude bauen“, sagt Cordula Eckenfels. Sie sei froh, mehr Kindern den Schulzugang ermöglichen zu können.

Bei ihrem Besuch nutzte sie die Gelegenheit, um allen ehrenamtlichen Helfern, Vereinsmitgliedern und Spendern, die durch ihre Unterstützung dazu beitragen, den Ärmsten in Senegal eine Zukunft zu geben, zu danken.

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