Mehlingen RHEINPFALZ Plus Artikel Waldbrand an der A63: Polizei sucht weiter nach Zeugen

Wegen der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten war die A63 am Sonntag vor zwei Wochen zwischen den Anschlussstellen Sembach un
Wegen der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten war die A63 am Sonntag vor zwei Wochen zwischen den Anschlussstellen Sembach und Kaiserslautern-Centrum stundenlang in beide Richtungen gesperrt. Auf der A63 sind die Fahrzeuge der Feuerwehren zu erkennen. Am oberen Bildrand ist das Gelände der ZAK zu sehen.

Die Ursache für den Flächenbrand nahe der ZAK ist nach wie vor unklar. Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Wer kann Hinweise geben?

Was hat den Waldbrand, der sich vor zwei Wochen zwischen der Autobahn 63 und der Deponie der Zentralen Abfallwirtschaft (ZAK) ereignet hat, ausgelöst? Dazu dauern die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach wie vor an, informiert Bernhard Christian Erfort, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz. Ermittelt werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Nach wie vor sei die Polizei an Hinweisen interessiert: „Wer hat Verdächtiges beobachtet? Wem sind Personen oder Fahrzeuge aufgefallen? Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0631 369-13312 entgegen“, so der Pressesprecher.

Eine Fläche von mindestens drei Hektar Wald hatte nach Polizeiangaben an jenem Sonntag gebrannt. Dabei handelte es sich vor allem um Gras- und Vegetationsflächen; zu Beginn des Einsatzes standen zudem vereinzelt Bäume in Flammen. Der Sachschaden lasse sich zum jetzigen Stand nicht beziffern. Der Brand sorgte für lange Staus auf der Autobahn 63 und bescherte den Hilfskräften einen stundenlangen Einsatz: Insgesamt rund 170 Helfer der Freiwilligen Feuerwehren (FFW) aus allen Verbandsgemeinden des Landkreises Kaiserslautern, Teilen des angrenzenden Donnersbergkreises sowie Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes waren vor Ort.

Langer Stau und viele Helfer

Wegen der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten war die A63 zwischen den Anschlussstellen Sembach und Kaiserslautern-Centrum ab dem frühen Nachmittag in beide Richtungen gesperrt gewesen. Die Spur in Fahrtrichtung Mainz wurde von der Polizei gegen 20.40 Uhr wieder freigegeben, während die Strecke in Richtung Kaiserslautern nach wie vor gesperrt blieb. Erst kurz vor 23 Uhr wurde auch diese Sperrung aufgehoben.

Vor allem die abgelegene Lage an einem Hang hatte die Wehrmänner und -frauen vor eine Herausforderung gestellt, sagte Torsten Erlenbach, Wehrleiter der FFW der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn. Die Kollegen der Berufsfeuerwehr hätten den Brand von der A63 aus – also von oben – gelöscht und dazu auch Teile des Zauns, mit dem der Wald von der Autobahn abgetrennt sei, geöffnet, so der Wehrleiter.

Die ZAK unterstützte den Einsatz: Auf dem Gelände der Deponie standen Container der Technischen Einsatzleitung, Funkwagen und Duschcontainer der Feuerwehr, das Areal fungierte auch als Start- und Landeplatz der Feuerwehrdrohnen.

Eine Gefahr für die Bevölkerung hatte trotz der weithin sichtbaren Rauchsäule zu keiner Zeit bestanden, teilte damals die Kreisverwaltung mit. Die Waldbrandgefahrenstufe hatte bei Brandausbruch bei 2 gelegen, der Graslandfeuerindex bei 3 – auf einer Skala von 1 bis 5.

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