Landtagswahl
Wahlkreis 46: CDUler Marcus Klein gewinnt das Direktmandat
Groß war der Jubel bei der CDU in Mainz, wo sich Marcus Klein nicht nur über den Gewinn des Direktmandats im Wahlkreis 46, sondern auch über das gute Abschneiden seiner Partei in ganz Rheinland-Pfalz freute: „Das ist ein grandioses Ergebnis! Und dass wir nach 35 Jahren SPD-Führung nun endlich den Regierungswechsel geschafft haben, ist geradezu historisch“, befand Klein, der als parlamentarischer Geschäftsführer der CDU stark in den Wahlkampf auf Landesebene miteingebunden war. „Wir haben so viele Direktmandate bekommen, dass wohl nur ganz wenige von der CDU über die Liste in den Landtag einziehen werden. Umso mehr freut mich natürlich, dass ich das Direktmandat gewonnen habe“, sagte Klein, der auf Listenplatz fünf kandidiert hatte und ohne den Gewinn des Wahlkreises womöglich sein Mandat in Mainz verloren hätte. Das starke Abschneiden der AfD im Landkreis Kaiserslautern wie auch im Land bezeichnete der Steinwendener als „erschreckend“. Dies habe mit der Unzufriedenheit der Menschen und „den vielen schlechten Nachrichten“, zum Beispiel in puncto ACC-Gigafactory, zu tun. „Dagegen hilft nur, eine bessere Politik zu machen. Und das haben wir vor.“
Ernüchterung bei Sozialdemokrat Daniel Schäffner
Daniel Schäffner „geht sicher“ davon aus, dass er über die Landesliste in den Landtag einziehen wird. Trotzdem konnte der Sozialdemokrat seine Enttäuschung nicht darüber verbergen, dass er das Direktmandat nicht gewonnen hat. „Das macht mich nicht froh, das ist sehr ernüchternd“, kommentierte der 44-jährige Mackenbacher sein Ergebnis von 26,8 Prozent. Vor fünf Jahren war er Marcus Klein (CDU) bei einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit 32,8 Prozent knapp unterlegen. Der Christdemokrat hatte damals 34,4 Prozent erreicht. Dass die AfD, was das Landesergebnis angehe, die zweitstärkste Kraft sei, beunruhige ihn sehr. „Es ist nicht unser Anspruch, dass wir auf dem Platz knapp hinter der AfD landen“, sagt der Sozialdemokrat. Seine Partei müsse sich um die arbeitende Mitte kümmern und und die bedürftigen Menschen. „Das tun wir auch schon, aber es kommt in der Bevölkerung nicht an“, so Schäffner, der den Abend in der Gaststätte Kaiser in Mackenbach ausklingen lassen wollte.
AfD-Kandidat Sven Simer zeigt sich zufrieden
Er sei mit dem Ergebnis im Wahlkreis 46 und mit dem Abschneiden seiner Partei auf Landesebene sehr zufrieden, sagte AfD-Direktkandidat Sven Simer am Wahlabend. Der 52-Jährige, der Mitglied im Kaiserslauterer Stadtrat ist und in der Schweiz als Reisebusfahrer arbeitet, bekam 23,8 Prozent. „Man muss das realistisch sehen. Ich bin im Landkreis nicht so bekannt wie in Kaiserslautern und dort auch nicht so bekannt wie die Kandidaten der CDU und der SPD.“ Für ihn persönlich ändere sich jetzt erstmal nichts. Da er nicht auf der Landesliste stehe, ziehe er nicht über diese in den Landtag ein. Sein Ziel sei gewesen, für seine Gesamtpartei ein gutes Ergebnis zu erzielen. „Es war das erste Mal, dass wir als AfD alle Wahlkreise besetzt hatten“, so Simer. Jetzt wolle er sich noch mehr auf die Arbeit im Stadtrat Kaiserslautern konzentrieren.
