Kreis Kaiserslautern Vorgaben des Landrats nicht lösbar

An Aschermittwoch ist alles vorbei, auch die Macht der Narren: Seit gestern ist der Kreisschlüssel und damit die Regierungsgewalt wieder in den Händen von Landrat Paul Junker (CDU). Freiwillig gab der Sportverein Spesbach die Insignien der Macht an den Kreis zurück.
Mit nur 83 Stunden dürfte es wohl die bislang kürzeste Regierungszeit eines Schlüsselträgers auf Kreisebene gewesen sein. Die Vorgaben des Landrates bei der Schlüsselübergabe am Samstagabend in der Mehrzweckhalle seien bis heute nicht lösbar gewesen, betonte Sportvereins-Vorsitzender Armin Kühn. Mit dazu beigetragen haben die tollen Tage, an denen die Verwaltungsbehörden geschlossen waren. Selbst die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion sei in diesen Tagen nicht zu erreichen gewesen, um den Denkmalschutz des Gebäudes der Kreisverwaltung in Kaiserslautern aufheben zu lassen. Außerdem habe es die Ortsgemeinde bis heute nicht fertiggebracht, einen Bebauungsplan zu beschließen. Ein Kontakt mit dem Fußballclub Germania Hütschenhausen sei zwar aufgenommen worden, aber das Ergebnis sei noch offen, so Kühn.
Der Landrat hatte bei der Schlüsselübergabe dem Sportverein mit auf den Weg gegeben, eine Fusion mit der Germania Hütschenhausen anzustreben. Ein dadurch frei werdendes Sportgelände könne für den Bau einer neuen Kreisverwaltung verwendet werden. Mit dem Regierungsschlüssel übergab der Sportverein auch 55,50 Euro an den Landkreis, eine Abgabe von jeweils einem Cent pro Besucher seiner Veranstaltungen. Dies sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein bei den Kreisschulden. Wenn es gelinge, das Kreisverwaltungsgebäude in unmittelbarer Nähe des Wohnsitzes des Landrates zu errichten, so könne Junkers heiß geliebtes Fahrrad meistbietend versteigert werden.