Olsbrücken Storchenpaar richtet sich ein

Vor rund einer Woche wurde das Storchenpaar zum ersten Mal gesichtet.
Vor rund einer Woche wurde das Storchenpaar zum ersten Mal gesichtet.

Ein Storchenpaar hat bei den Freunden der Adebars in Olsbrücken und der Umgebung für eine große Überraschung gesorgt. Vor einer Woche wurden die beiden Weißstörche erstmals auf der Nistplattform und in der feuchten Wiesenau von Passanten gesichtet.

Die Förderer der gefiederten „Glücksbringer“ hatten sehr große Zweifel daran, dass das Storchenpaar diesmal auch tatsächlich bleibt. Denn die Erfahrung lehrte sie Anderes. Immer wieder hatten Störche – allein oder paarweise – den Nistplatz aufgesucht. Sie waren aber nie geblieben. Zuletzt kam am Ostermontag dieses Jahres einer, der wohl Vorbote für das nachfolgende Paar war.

Matthias Fischer, federführend für den Bau der Nisthilfe vor fünf Jahren, beobachtete in diesen Tagen akribisch das Geschehen rund um das Storchendomizil. Nach langen Jahren des Wartens lautet sein Fazit, dass sich die Initiative doch gelohnt habe, da sich nun offensichtlich ein flirtendes Pärchen eingefunden hat, was die Chancen für einen Verbleib erhöhe.

Zuerst im Wiesental gesehen

Nachdem das Storchenpaar zuerst im Wiesental gesehen wurde, tauchte es in den Folgetagen immer wieder an der Stelle auf und arbeitete zeitweise bereits am Nestbau. Beobachter Matthias Fischer stellte mit seiner Kamera schon im Morgengrauen eifriges Arbeiten am Nistplatz fest, was nach und nach immer sichtbarer wurde.

Wenn das Storchenpaar nicht auf Rundflügen auf der Suche nach Nestbaumaterial oder Futter war, zeigte es in seinem neuen Horst ab und an seine Frühlingsgefühle. Nicht nur die Storchenfreunde, sondern auch Passanten des Rad- und Fußweges und Gartenbauer am nahen Hahngraben hoffen und wünschen, dass das „verliebte“ Paar sesshaft wird und bald Storchenkinder schlüpfen.

Derzeit ermittelt Matthias Fischer anhand der Ringnummer die Herkunft der Störche und deren erfasste Daten. Belegt wurde, dass der beringte Storch im Jahr 2015 kurz hinter der saarländischen Grenze in der Nähe von St. Wendel geschlüpft ist. Der Partner/in komme vermutlich aus der näheren Region und sei etwa zwei Jahre alt. Das Jungtier sei nicht beringt und könne daher nicht zugeordnet werden, so Fischer.

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