Bruchmühlbach-Miesau Sponsoren für neuen Bürgerbus gesucht

Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Bernhard Hirsch, sitzt selbst regelmäßig hinterm Steuer des Bürgerbusses, der Senioren kr
Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Bernhard Hirsch, sitzt selbst regelmäßig hinterm Steuer des Bürgerbusses, der Senioren kreuz und quer durch die Verbandsgemeinde kutschiert. Nun soll ein neues Modell angeschafft werden.

Rund 70.000 Kilometer hat der Bürgerbus der Arbeiterwohlfahrt (AWO) bereits unter die Reifen genommen. Nun ist es nach Ansicht der AWO an der Zeit, den Benzin betriebenen Dacia Dokker bald gegen ein neues Modell – möglichst ein E-Fahrzeug – auszutauschen. Aber dafür braucht es Spenden.

„Unser Dacia ist zwar noch kein Methusalem, aber die vielen Kurzstreckenfahrten machen sich beim Verschleiß negativ bemerkbar“, berichtet Gilbert Stempinski. Er ist einer von insgesamt neun ehrenamtlichen Fahrern, die Senioren ab 60 Jahren immer dienstags und donnerstags kreuz und quer durch die Verbandsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau kutschieren. Wer nicht mobil ist und zum Arzt, auf die Bank, zum Einkaufen oder einfach nur Freunde oder Verwandte besuchen will, kann das AWO-Taxi per Anruf bestellen. Seit dem Start des Bürgerbusbetriebs am 9. September 2014 wurden bereits rund 11.000 ältere Menschen – 82 Prozent davon weiblich – zu jedem beliebigen Ziel innerhalb der VG und anschließend wieder nach Hause transportiert. 34 Prozent der Fahrten gingen zu Einkaufsmärkten, 17 zu Physio- sowie 16 Prozent zu Arztpraxen und 15 Prozent hatten Pflegeeinrichtungen und Seniorentreffs zum Ziel, gibt Stempinski Einblick in die Statistik. Von Januar bis Juli 2021 kamen 194 Sonderfahrten ins Corona-Impfzentrum auf dem Opelgelände in Kaiserslautern hinzu. „Der Bürgerbus entlastet damit auch ganz erheblich die meist berufstätigen Angehörigen der Senioren, die ja sonst diese Fahrten übernehmen müssten“, betont Bernhard Hirsch, Vorsitzender des AWO-Ortsverbands, der als rüstiger Rentner selbst regelmäßig ehrenamtlich hinterm Steuer sitzt.

Steigende Unterhaltskosten

Von all diesen Fahrten wurden seit 2018 rund 70.000 Kilometer im Dacia Dokker zurückgelegt, weitere 10.000 bis 12.000 Kilometer werden bis zum angepeilten Tag der Ausmusterung im Herbst nächsten Jahres wohl dazukommen, schätzen die beiden Männer. Da zu befürchten sei, dass die Unterhaltungskosten für das Fahrzeug „irgendwann ins Unermessliche steigen“, will die AWO auf einstimmigen Beschluss des Ortsvereins einen neuen Bus erwerben. „Am liebsten so einen á la Hütschenhausen“, sagt Hirsch lachend mit Blick auf den vollelektrischen „Emil 2“, der im Nachbarort seine Runden dreht. Dieser kostet 55.000 Euro. Geld, das der AWO-Ortsverein Bruchmühlbach-Miesau (noch) nicht hat.

Hirsch hofft auf Zuschüsse von Land und Kreis. Trotzdem werde er kräftig die Werbetrommel rühren und „viele Bitt- und Bettelbriefe“ losschicken müssen. Auch „Crowdfunding“ – eine „Schwarmfinanzierung“ durch verschiedene Gruppen – könne er sich vorstellen. 45.000 Euro zusammen zu bekommen, sei das Ziel, das bis spätestens Ende nächsten Jahres erreicht sein soll. „Am schönsten wäre es natürlich, wenn wir zum 10. Geburtstag des Bürgerbusses am 9. September 2024 das neue Gefährt vorstellen könnten“, findet Hirsch: „Das wäre dann das i-Tüpfelchen, die Sahne auf dem Eis.“

Info

Wer den Kauf eines neuen Bürgerbusses unterstützen möchte, kann auf das Sonderkonto des AWO-Ortsvereins Bruchmühlbach-Miesau spenden: IBAN: DE81 5405 0220 0000 5789 22, BIC: MALADE51KLK, Verwendungszweck: Bürgerbus 2024.

x