Krickenbach
Sowohl Wanderer als auch Radfahrer kommen bei Touren durchs Schweinstal auf ihre Kosten
Das ruhige Tal, das den Wald durchzieht, wirkt abgeschieden und beinahe verborgen. Geprägt ist es von Buntsandsteinfelsen und einer fast mystischen Atmosphäre. Durch das Schweinstal fließt der Schweinsbach, der mehrere Teiche speist. Das verleiht dem Gebiet eine besondere Ruhe und macht es zu einem idealen Ziel für alle, die abseits der bekannten Wander- oder Radklassiker-Routen unterwegs sein möchten.
Keine starre Ausstellung
Vom Mitfahrerparkplatz Krickenbach an der B270 sind es nur wenige Schritte, bis Ruhe die Besucherinnen und Besucher umgibt. Zwischen Wald und Wasser sind bald erste Skulpturen zu sehen, von denen viele weitere den Spaziergang oder den Radausflug durch das Tal begleiten. „Teilung“, „Ruhiger Stein“, „Arbeitsfeld“ oder „Heiligtum“ heißen sie und zeugen von einer besonderen Geschichte. Denn die wirtschaftliche Bedeutung verdankt das Tal dem hier vorkommenden Schweinstaler Sandstein. Noch heute betreibt die Carl Picard Natursteinwerk GmbH einen Steinbruch im Tal, in dem der charakteristische rote Buntsandstein gewonnen wird. Er findet sowohl im Bauwesen als auch in der Bildhauerei Verwendung und hat die Region über Jahrzehnte geprägt.
Heute ist das Schweinstal jedoch weit mehr als ein Wirtschaftsstandort, es hat sich zu einem kulturellen Hotspot entwickelt: Seit 1986 finden Bildhauersymposien statt, aus denen der „Skulpturenweg Schweinstal“ hervorgegangen ist. Entstanden ist keine klassische Ausstellung, sondern eine offene Kunstlandschaft mitten in der Natur, die zudem Teil des Skulpturenweges Rheinland-Pfalz ist.
Keine großen Besucherströme
Die Skulpturen sind nicht streng angeordnet, sondern scheinbar zufällig im Tal zwischen Bäumen, an Wegesrändern oder in der Nähe der Fischweiher verteilt. Genau das macht ihren Reiz aus. Wer dort unterwegs ist, entdeckt die in die Landschaft eingebetteten Kunstwerke Schritt für Schritt. Werke wie der „Ruhige Stein“, der „Lebensbaum“ oder die „Steinerne Blume“ wirken dabei wie natürliche Bestandteile des Waldes. Als Ausgangspunkt dieser Entwicklung gilt der Steinbruch. Hier entstanden bereits 1986 erste Arbeiten aus dem regionalen Buntsandstein. Die Firma Picard bietet öffentliche Führungen an und organisiert allerlei Veranstaltungen. Dennoch bleibt das Tal insgesamt ein ruhiger Ort – fernab großer Besucherströme.
Der gut ausgebaute Skulpturenweg ist barrierefrei und verläuft auf einem durchgehenden Kies- oder Asphaltweg, der sich für Familien, Spaziergänger und Radfahrer eignet. Startpunkt ist der Mitfahrerparkplatz an der B270 bei Krickenbach, von wo aus der Weg etwa drei Kilometer talaufwärts führt. Teilweise ist die Strecke auch in regionale Radrouten eingebunden, etwa in die „Tour de Süd“.
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Schöne Aussichtspunkte, verwunschene Mauern, idyllische Pfade oder lauschige Plätzchen jenseits der touristischen Besuchermagnete: In unserer Serie „Geheimtipps vor der Haustür“ stellen wir attraktive Ecken in der Region Kaiserslautern vor, die nur wenige kennen, die aber ein lohnenswertes Ziel für einen Abstecher sind. Haben auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, solch einen Geheimtipp auf Lager, den sie gerne mit anderen teilen möchten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an unsere Redaktionsadresse redkai@rheinpfalz.de und geben Sie für Rückfragen bitte auch Ihre Kontaktdaten an.