Reichenbach-Steegen
Neuer Anlauf nach Zweckverband-Ende: Reichenbach-Steegen plant große Kita-Sanierung
Reichenbach-Steegen ist auf dem Weg zur Erweiterung und zur Generalsanierung der Kindertagesstätte Lummerland einen wichtigen Schritt weitergekommen. Der Gemeinderat hat die Verbandsgemeindeverwaltung beauftragt, die Planungsleistungen für das seit Langem geplante Großprojekt in die Wege zu leiten. Für das Bauvorhaben sind in diesem Jahr eine Million Euro im Etat der Gemeinde eingeplant, der vom Reichenbach-Steegener Dorfparlament in der jüngsten Sitzung verabschiedet wurde.
Zum Hintergrund: Die Kita in Reichenbach-Steegen wurde 1992 eröffnet und hat derzeit eine Betriebserlaubnis für 56 Kinder. Die Kapazitäten der Einrichtung stoßen seit einigen Jahren an ihre Grenzen, außerdem besteht Sanierungsbedarf an dem weitestgehend in Holzständerbauweise errichteten Gebäudekomplex in der Bahnhofstraße. Außerdem besteht laut Kita-Gesetz ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz bereits ab dem ersten Lebensjahr.
Für 80 Kinder und barrierefrei
Nachdem Ende 2025 der Kita-Zweckverband mit Schwedelbach knapp ein Jahr nach seiner Gründung wieder aufgelöst wurde, hat man sich im Reichenbach-Steegener Dorfparlament dazu entschlossen, die Generalsanierung einschließlich einer räumlichen Erweiterung noch in diesem Jahr anzupacken. Der Entschluss wurde auch vor dem Hintergrund gefasst, dass die Betriebserlaubnis der Kita Ende August 2026 auslaufen würde, wenn bis dahin kein Konzept vorläge, wie die Einrichtung in Zukunft geführt wird.
Bereits in der Vergangenheit hat man sich im Rat intensiv mit den Vorplanungen für die Erweiterung der Kita auseinandergesetzt und unter anderem ein Konzept entwickelt, auf dessen Basis die künftige Kita überplant werden soll. Sie soll für die Betreuung von 80 Kindern ab null Jahren ausgelegt sowie komplett barrierefrei sein. Aktuell sind die Rettungswege nicht barrierefrei zugänglich. Deutlich erweitert werden soll auch die Küche.
Grundlegend neue Raumaufteilung
Nach den Vorstellungen des Gemeinderats soll die Raumaufteilung grundlegend umstrukturiert und erweitert werden. Neben den Räumen für die Betreuung der Kinder, einem Speisesaal, sogenannten Funktionsräumen (etwa für stille Beschäftigungen sowie das Mittagsschläfchen) sollen durch den Anbau zusätzliche Sozial- und Aufenthaltsräume geschaffen werden. Außerdem erfordert die Betreuung kleiner Kinder zusätzliche Einrichtungen, die man mit dem Anbau realisieren will.
Vorgehen ist, das bestehende Gebäude sowohl energetisch, sanitär und akustisch als auch hinsichtlich des Brandschutzes auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Die Pelletheizung hat sich als störanfällig erwiesen, deshalb soll überprüft werden, ob über eine Alternative nachgedacht werden muss.
Unterbringung während der Bauphase noch zu planen
Auch die Bring- und Abholsituation im Eingangsbereich der Kita soll grundlegend überarbeitet werden, um unter anderem die Warteflächen für die Eltern zu vergrößern. Für Kinderwagen soll es mehr Platz geben.
Noch in diesem Jahr soll die Planung stehen und die Ausschreibungen sollen erfolgen. Baustart soll im kommenden Frühjahr sein. Während der Bauarbeiten sollen die Kinder in anderen Räumen im Dorf untergebracht werden, untern anderem im Bürgerhaus und im Maximilian-Kolbe-Haus.