Enkenbach-Alsenborn RHEINPFALZ Plus Artikel Nachts bei Eiseskälte: Polizei rettet Hund vom Standstreifen der A6

Ließ sich problemlos von der Polizei in Sicherheit bringen: Cane-Corso-Rüde Carlos, der allein nachts bei Eiseskälte auf dem Sta
Ließ sich problemlos von der Polizei in Sicherheit bringen: Cane-Corso-Rüde Carlos, der allein nachts bei Eiseskälte auf dem Standstreifen der A6 saß und offenbar nicht weiter wusste.

Ein Hund, der nachts alleine und bei eisigen Temperaturen auf der A6 bei Enkenbach auf dem Standstreifen saß, konnte von der Polizei gerettet werden. Was war passiert?

Am Samstagmorgen gegen 5.25 Uhr gingen bei der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern mehrere Anrufe von Autofahrern ein, die das Tier gesehen hatten und sich Sorgen um seine Sicherheit machten. Eine Streife fand den großen Hund – ein Rüde der Rasse Cane Corso – bei winterlichen Straßenverhältnissen auf dem Standstreifen sitzend vor. Den Beamten schien es, dass der Vierbeiner dort auf Hilfe wartete, so die Polizei. Die Streife sicherte das Tier, lud es in den Wagen und brachte es zur weiteren Versorgung nach Kindsbach zum Tierschutzverein Animal Sunshine Farm.

An der Autobahn ausgesetzt?

„Der Rüde war lammfromm“, berichtet auf RHEINPFALZ-Anfrage Kai Zöller, Vorsitzender des Tierschutzvereins und selbst Halter dreier Cane Corso. Wie sich schnell herausstellte, war der Hund gechippt und auch bei der Tierschutzorganisation Tasso registriert, die sich um vermisste Tiere kümmert. Von Tasso erfuhr Zöller auch den Namen des Vierbeiners: Carlos.

Wurde der Hund an der Autobahn ausgesetzt? „Nein, nein“, winkt Zöller ab. „Als wir die Halter informierten, dass Carlos bei uns im Tierheim ist, waren sie völlig geschockt.“ Die Besitzer hielten sich nämlich gerade in München auf, und die Zeit während ihres Urlaubs sollte Carlos eigentlich in der Obhut von Verwandten in Enkenbach-Alsenborn verbringen. „Doch dort ist er nachts ausgebüchst und hat sich wohl auf die Suche nach seiner Familie gemacht.“ So landete er schließlich auf dem Standstreifen der A6, wo er wohl nicht weiter wusste. „Die Besitzer haben sich bei der Polizei und bei uns tausendmal für die Rettung von Carlos bedankt. Und seine Pflegefamilie hat ihn gleich abgeholt“, freut sich Zöller über das Happy End.

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