Enkenbach-Alsenborn
Nach Horrorunfall mit drei Toten auf der A6: Rolle des Audi-Fahrers weiterhin unklar
„Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern noch an“, sagte der stellvertretende Oberstaatsanwalt Dominik Ludwig am Freitag auf RHEINPFALZ-Anfrage. Der schwere Unfall hatte sich am späten Abend des 6. September zwischen Enkenbach-Alsenborn und der Abfahrt Kaiserslautern-Ost in Fahrtrichtung Saarbrücken ereignet. Darin verwickelt waren zwei Pkw, ein Audi und ein VW Golf, die beide nach dem Zusammenprall vollständig ausbrannten. Dabei kamen die drei Insassen des VW Golf ums Leben. Bei den Todesopfern handelte es sich um einen 51 Jahre alten Mann aus Neunkirchen/Saar und ein Ehepaar aus Saarbrücken. Der Mann war 44 Jahre, die Frau 41 Jahre alt. Der 51-Jährige war von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet worden – bis sich herausstellte, dass er durch den Autounfall ums Leben gekommen war.
Art der Anklage ist noch offen
Der Fahrer des Audi S8 kam mit leichten Verletzungen davon. Gegen den 46-Jährigen aus der Südwestpfalz hat die Staatsanwaltschaft wenige Tage nach dem Crash Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Bei seiner Vernehmung äußerte sich der Mann zwar zur Sache, machte dann aber von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch. Welche Rolle der Audi-Fahrer bei dem Unfall spielte, ist nach wie vor unklar. Die Frage, ob sich im Zuge der Ermittlungen der Verdacht der fahrlässigen Tötung gegen ihn erhärtet hat und ob die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird, ließ Oberstaatsanwalt Ludwig am Freitag unbeantwortet. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte dem 46-Jährigen eine Gefängnisstrafe drohen. Der Strafrahmen für fahrlässige Tötung liegt bei Haft bis zu fünf Jahren.
Der Unfall zog eine siebenstündige Vollsperrung der A6 nach sich: Viele Autofahrer standen bis zum Morgengrauen im Stau.