Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Museen im Landkreis bieten günstige Zeitreisen

Die Geschichte Otterbergs und der näheren Umgebung wird im Museum im Stadthaus lebendig.
Die Geschichte Otterbergs und der näheren Umgebung wird im Museum im Stadthaus lebendig.

Die Sammlungsstücke in den hiesigen Museen haben viel zu erzählen. Im Landkreis Kaiserslautern gibt es eine ganze Reihe dieser historischen Bildungsstätten, die kostenlos besucht werden können.

Vor allem für Familien mit Kindern bieten sie kostengünstige Erlebniswelten, die bei den Jüngeren das Verständnis für historische Veränderungen wecken können. Ein Rundruf bei den Museen hat ergeben, dass nirgends Eintrittsgebühren anfallen. In vielen Fällen wurde lediglich darauf hingewiesen, dass man natürlich Spenden nach einem Besuch und einer eventuellen Führung nicht ablehnen würde. Vielfach wird auch darum gebeten, sich anzumelden.

Das Museum in Otterberg zum Beispiel zeigt die Entwicklung der Abtei und das klösterliche Leben anhand von Modellen und zahlreichen Dokumenten und Exponaten. Die wallonische Zeit unter den pfälzischen Kurfürsten wird durch ein Modell der Stadt um das Jahr 1600 und mit Hilfe von Bildern und Schautafeln lebendig gemacht. Die Zeit der Französischen Revolution lässt sich unmittelbar erleben durch zahlreiche Fundstücke aus der Schlacht auf der Morlauterer Höhe 1793. Die königlich-bayerische Epoche Otterbergs spiegelt sich dagegen in Uniformen, Ehrenzeichen, Waffen sowie häuslichen Gerätschaften des frühen Industriezeitalters. Die Öffnungszeiten des Barockbaus in der Hauptstraße 54: Montags bis freitags von 9 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr (nachmittags auf Anfrage). Von April bis Oktober auch samstags von 9.30 bis 12.30 Uhr sowie sonntags von 15 bis 17 Uhr.

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Interessante Museen im Landkreis

Von breit gefächert bis ganz speziell

Auch das Museum im Westrich in Ramstein-Miesenbach ist relativ breit aufgestellt und bietet mit der Präsentation von Alltagsgeschichte und Kultur der Region einen naheliegenden Zugang für das Erfahren zeitlicher Distanz. Neben zwei bis drei Sonderausstellungen pro Jahr gibt es eine Dauerausstellung mit festen Installationen wie beispielsweise einem Dorfladen, einer Dorfwirtschaft und der Kräuterkammer einer alten Apotheke. Derzeit ist die Sonderausstellung „Es klappert die Mühle…“ zu sehen, die bis zum Jahresende läuft. Im Januar folgt die neue Ausstellung zur Kulturgeschichte der Hausschlachtung, zu der noch Fotos und Objekte beigesteuert werden können. Museumsleiter Mario Aulenbacher ist unter der Telefonnummer 06371 838005 oder per E-Mail an mario.aulenbacher@dc-ramstein.de erreichbar. Geöffnet ist das Museum sonntags und mittwochs jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Neben diesen Museen mit recht breitgefächerter Ausstellungspalette gibt es im Landkreis auch Ausstellungsstätten mit ganz spezieller Ausrichtung. Wer sich durch diese spezifischen Angebote angesprochen fühlt, kann an einzelnen Objekten Besonderheiten einer ganzen Epoche entdecken. Hier ist als Beispiel vor allem das Staubsaugermuseum in Bruchmühlbach-Miesau zu nennen. Die ganze Wucht der Industrialisierung lässt sich ermessen, wenn ein mechanisch-handbetriebener Sauger verglichen wird mit einem Hightech-Gerät aus der Nachkriegszeit mit ausgeklügeltem Produktdesign. Der Eintritt ist frei. Eine Besichtigung und Führung ist möglich nach vorheriger Absprache unter Telefon 06372 5090051 oder Mobil unter 0152 09464241 sowie unter 0178 6681244.

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