Das Wetter in der Region
Mild mit Aussicht auf prächtigen „Altweibersommer“
Der August begann mit mehr Wolken als Sonne, häufigen Regenfällen oder Schauern, die mancherorts kräftig ausfielen. Dazu blieben die Tagestemperaturen von meist nur 18 bis 21 Grad niedrig. Über den Mittelabschnitt wurde es deutlich wärmer und schwül. Mit viel Sonneneinstrahlung wurden kräftige Wolkenmassen produziert, die sich in Form teils gewittriger Regengüsse entluden. In den freundlichen Abschnitten konnte das Quecksilber auch mal die 30-Grad-Marke überschreiten. Sehr schwül und hochsommerlich warm bis heiß ging es in den Schlussabschnitt hinein. Dazu stach häufig die Sonne vom Himmel. Im weiteren Verlauf wurde die schweißtreibende Schwüle durch frischere Luft vom Atlantik ersetzt. Besonders während der Übergangsphase traten verstärkt Regengüsse auf, die nicht selten von Blitz und Donner begleitet wurden.
Ein schwüler August
Das Mittel der Lufttemperatur lag im August in der Westpfalz mit 18,9 Grad Celsius um 0,4 Grad über dem Durchschnittswert der vergangenen 25 Jahre und um 1,4 Grad über dem des 30-jährigen Referenzzeitraums von 1961 bis 1990. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es sechs. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5 Grad und mehr) konnten 31 verbucht werden. An 24 Tagen kletterte das Quecksilber auf 20 Grad oder mehr. „Sommertage“ (Höchsttemperatur 25 Grad oder mehr) zählte man 14. „Heiße Tage“ (Höchsttemperatur 30 Grad oder mehr) gab es vier. Der tiefste Wert mit 9,2 Grad wurde am 28. August gemessen. Der höchste wurde am 20. mit 31,4 Grad verzeichnet.
Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei 104,4 Liter pro Quadratmeter. Das entspricht 141,3 Prozent des langjährigen Monatsmittels von 73,9 Liter pro Quadratmeter. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 130, in Morlautern 119,3 und in Landstuhl 141 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf 18 Tage. Der meiste fiel in Lambsborn mit 20,3 Litern pro Quadratmeter am 2. August. An fünf Tagen blitzte und donnerte es. An sechs Tagen brauste starker Wind über die Region. Zu insgesamt 63,8 Prozent war der Himmel von Wolken überzogen (etwas mehr als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte 197 Stunden. Das entspricht 90,4 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich schien sie an jedem Tag sechs Stunden und 21 Minuten.
September beginnt freundlich
Dank eines sich aufbauenden Schönwetterhochs startet der September freundlich und spätsommerlich warm. Nach Auflösung einiger flacher Frühnebelfelder, die vor allem an Gewässern sowie in der Westpfälzischen-Moorniederung entstehen können, scheint tagsüber verbreitet die Sonne von einem heiteren oder nur leicht bewölkten Himmel. Durch die immer noch kräftige Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Luft im Laufe des Nachmittags auf 24 bis 29 Grad. Die Nächte bleiben mild. Die tiefsten Werte in den frühen Morgenstunden bewegen sich meist zwischen zwölf und 17 Grad. Zum nächsten Wochenende wird es zunehmend schwül und von Frankreich her kündigen sich einige Regengüsse und Gewitter an. Diese können mancherorts kräftig und in Verbindung mit Platzregen oder Hagel ausfallen. Anschließend werden die Temperaturen nach unten gedrückt.
Im Mittelabschnitt bringt ein vom Atlantik zu den Britischen Inseln ziehendes Tiefdruckgebiet gelegentlich Regen- oder Schauerwolken nach Mitteleuropa. Dazwischen gibt es freundliche Phasen mit Sonnenschein. Die Temperaturen pendeln tagsüber zwischen 18 und 23 Grad, können im Vorfeld von Schlechtwetterstaffeln aber auch die 25-Grad-Marke anvisieren. Bei dichterer Bewölkung und Regen bleibt es jedoch dementsprechend kühler. Die Nächte fallen weiterhin mild aus. Nur selten rutscht das Quecksilber mal in den einstelligen Bereich. Zum kalendarischen Herbstbeginn kann es hinter einer Kaltfront dann stärker abkühlen. Während der Wettercharakter weiterhin durchwachsen bleibt, passen sich die Temperaturen immer mehr der bevorstehenden Jahreszeit an. Sollte der Himmel nachts für längere Zeit aufklaren, drohen in exponierten Tallagen erste zaghafte Bodenfröste. Dazu treten Nebelfelder häufiger auf.
Im Oktober kommt der Herbst
Unter dem Einfluss eines beständigen Hochdruckgebietes deutet sich aber im Laufe des Schlussabschnittes eine rasche Stabilisierung der Wetterlage an. Die Wolken lösen sich auf und machen wieder häufig der Sonne Platz. Die immer noch kräftigen Strahlen zaubern vermutlich einen prächtigen „Altweibersommer“ in unsere Region. Die anfangs frischen Nächte werden Tag für Tag wieder milder. Die schönen und angenehmen Nachmittage laden bei 20 bis 25 Grad zu Spaziergängen und anderen Freizeitaktivitäten ein. Wahrscheinlich bleibt diese ruhige, freundliche und trockene Wetterlage noch bis in den Oktober hinein erhalten. Regenfälle sollten während dieser Zeitspanne die Ausnahme bilden.
Letztendlich wird der September gegenüber dem Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre etwa zwischen ein und drei Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsmenge ist abhängig von der Intensität auftretender Regengüsse, sollte aber in der Regel den Monatssollwert unterbieten. Die Sonnenscheindauer wird den langjährigen Mittelwert wahrscheinlich überschreiten.
Mögliche Tendenz für den Folgemonat: Im Oktober läuten Regengebiete und Schauerstaffeln sowie lebhafter Wind endgültig den Herbst ein.
Unser Klima im Wandel
A
ugust 2023 (aktuelles Jahr):
Durchschnittstemperatur: 18,9 Grad
Niederschlag: 104,4 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 197 Stunden
August 2022 (letztes Jahr):
Durchschnittstemperatur: 22,0 Grad
Niederschlag: 14.1 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 312 Stunden
August 2013 (vor zehn Jahren):
Durchschnittstemperatur: 18,3 Grad
Niederschlag: 52,7 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 228 Stunden
August 1998 (vor 25 Jahren):
Durchschnittstemperatur: 17,1 Grad
Niederschlag: 44,5 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 249 Stunden