Kreis Kaiserslautern
Mehr Verpflegung, mehr Musik, mehr Sicherheit: Ramstein rüstet für den Jubiläumsumzug
Seit 75 Jahren gibt es die Ramsteiner „Bruchkatze“, den Karnevalsverein, der den Umzug maßgeblich organisiert. Zwei nicht wegzudenkende Vereine begehen ihr 100. Jubiläum: der Unterhaltungsverein Miesenbach mit seinen „Vielläppcher“ und die Kolpingskapelle Kindsbach. Zudem wurde das Congress Center Ramstein (CCR) vor 40 Jahren eröffnet, und die Party-Band Sergeant feiert ihr 40. Bühnenjubiläum – all dies soll am Fastnachtsdienstag gewürdigt werden.
Weit mehr als 1000 Teilnehmer sind auf knapp 100 Zugnummern verteilt. Mehrere hundert Helfer arbeiten hinter den Kulissen (als Einsatz- und Rettungskräfte, Ordner, an den Theken oder im Besenwagen), damit je nach Witterung zwischen 10.000 und 14.000 Besucher einige Stunden ausgelassen feiern können.
Die Organisation liegt in den Händen von Markus Kuproth, der zusammen mit der Stadtspitze sowie Vertretern der Polizei und des Ordnungsamts das Programm vorstellte. Kuproth begann nach eigenen Angaben bereits im vergangenen Sommer mit den Vorbereitungen. Und noch immer gingen Anmeldungen ein: „Zuletzt vergangene Nacht, da hat sich noch ein Verein per E-Mail angemeldet“, so Kuproth.
13 Vereine wollen beim Umzug dabeisein
Die Zahl der Karnevalsvereine, die am Dienstag in Ramstein erwartet werden, ist damit auf 13 gestiegen. Sie kommen aus der gesamten Westpfalz und aus dem Saarland, meist mit mehreren Zugnummern: mit närrischen Hoheiten im Cabriolet, dem Elferrat auf einem Wagen und ihren Garden als Fußgruppen.
Insgesamt fünf Musikvereine sorgen für den guten Ton: Neben der Kolpingskapelle Kindsbach spielen traditionell die Band der United States Air Forces in Europe, der Fanfarenzug aus Kusel sowie zwei Guggemusik-Gruppen, die Phöenixkrechzer aus Ramstein und die Rhythmusfetzer aus Steinwenden. Hinzu kommen 24 weitere Gruppen und Vereine aus Ramstein und dem Umland.
Die Aufstellung des Zuges erfolgt wie gewohnt in der August-Süßdorf-Straße, die am Dienstag zeitweise zur Einbahnstraße wird und ab der Mittagszeit im südlichen Bereich den Teilnehmern vorbehalten bleibt. Der Tross startet um 14 Uhr und führt über Bahnhofstraße, Schulstraße und Landstuhler Straße zur „Alten Turnhalle“. Von dort geht es durch Jahnstraße, Siedlungsstraße, Lilienstraße und Speßbacher Straße Richtung Kreuzung am Heimatmuseum, wo die Ehrentribüne steht. Anschließend biegt der Umzug von der Miesenbacher Straße wieder in die Bahnhofstraße ein und löst sich in der August-Süßdorf-Straße auf.
Wie Felka, Karin Decker, Leiterin der Polizeiinspektion Landstuhl, und Bürgermeister Ralf Hechler betonen, wird die gesamte Innenstadt ab 13 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt: „Bis die letzte Zugnummer nicht um die Ecke ist, fährt kein Auto in der Innenstadt“, so Hechler.
Die Zugnummern werden an zwei Stellen vorgestellt: an der Alten Turnhalle durch Thomas Layes und vor dem Heimatmuseum durch Bürgermeister Ralf Hechler. Gleich zu Beginn der Strecke ist erneut ein Bereich für Rollstuhlnutzer vorgesehen, da dieses Angebot in den vergangenen beiden Jahren sehr gut angenommen wurde.
Mehr Verpflegungsstände vorgesehen
Stadtbeigeordneter und Event-Manager Joachim Felka berichtet, dass die Anzahl der Verpflegungsstände gegenüber dem vergangenen Jahr entlang der Strecke und auf dem Marktplatz weiter aufgestockt wurde. Besonders die Party vor und nach dem Umzug auf dem Marktplatz habe sich im vergangenen Jahr als Besuchermagnet erwiesen; dem trägt man mit zusätzlichen Caterern Rechnung. Ein DJ sorgt dort vor dem Umzug für musikalische Einstimmung.
Das CCR ist ab 15 Uhr geöffnet. Nach dem Umzug kann zur Musik der Gruppe Sergeant weitergefeiert werden – die Party endet offiziell um 19 Uhr.
Das Sicherheitskonzept, im vergangenen Jahr gründlich überarbeitet und ausgebaut, gilt auch für den Jubiläumsumzug. Bereits in den Tagen vor dem Fasnachtsdienstag werden entlang der Route sogenannte Indutainer – mit Wasser gefüllte Fahrzeugsperren – aufgestellt. Ramstein hat sich insgesamt 80 solcher Sperren zugelegt.
Die Polizei leitet am Dienstagnachmittag den Verkehr weiträumig um Ramstein und zeigt entlang der Strecke Präsenz. Im Rathaus wird zudem eine mobile Polizeistation eingerichtet. „Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen soll der Jubiläumszug ein schönes Fest für alle werden“, wünscht sich Bürgermeister Ralf Hechler.