Kreis Kaiserslautern „Masterplan Westpfalz“: Lauterer Landrat unterstützt seinen Kuseler Amtskollegen

Landschaftlich schön, aber wirtschaftlich abgehängt: Die Alte Welt soll gezielt gefördert werden, fordern die Landrat. Auch um d
Landschaftlich schön, aber wirtschaftlich abgehängt: Die Alte Welt soll gezielt gefördert werden, fordern die Landrat. Auch um die Anzahl der AfD-Wähler wieder zu senken.

Ralf Leßmeister (CDU) unterstützt seinen Kuseler Landratskollegen und Parteifreund Otto Rubly bei dessen Initiative, einen „Masterplan Westpfalz“ von der Landesregierung zu fordern, um die wirtschaftliche Situation in der strukturschwachen Region zu verbessern und auf diesem Wege die AfD zurückzudrängen.

Gut ein Fünftel aller Wähler hat am vergangenen Sonntag in der Westpfalz für die AfD gestimmt: im Kreis Kaiserslautern waren es 19,9 Prozent, im Donnersbergkreis 19,1 und im Kreis Kusel sogar 20,4 Prozent. Rubly sieht einen unmittelbaren Zusammenhang mit der Ökonomie: „In Regionen, die wirtschaftlich besser dastehen als die Westpfalz, haben wir deutlich weniger AfD-Anteile“, konstatiert er und fordert von Mainz Förderprogramme für Unternehmen, damit die Westpfalz im Wettbewerb mit anderen Regionen wettbewerbsfähiger wird.

„Ich kann ihm da nur vollumfänglich beipflichten“, gibt der Lauterer Landrat seinem Parteifreund Recht. „Wenn man sich die Wahlergebnisse der AfD in unserer strukturschwachen ländlichen Westpfalz im Vergleich zu anderen Regionen anschaut, dann wird offenkundig, dass die wirtschaftliche Lage und die fehlende Finanzausstattung ursächlich für die vergleichsweise höhere Anzahl an Protestwählern sind.“ Insofern sei die Forderung nach einem „Masterplan Westpfalz“ wichtig und richtig, „um im Sinne der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse gegenzusteuern“. Die Landräte in der Westpfalz hätten bereits vielfach eine bessere Finanzausstattung gefordert. „Dies hat das Land bislang trotz höchstrichterlicher Entscheidung wenig beeindruckt und leider zu keinem Kurswechsel veranlasst“, bedauert Ralf Leßmeister. Wie Rubly sehe auch er in der Steigerung der Wirtschaftskraft, in steigendenden Gewerbe- und Einkommenssteuereinnahmen für die Region „eine der wenigen beeinflussbaren Stellschrauben für eine Konsolidierung beziehungsweise Stabilisierung unserer Kommunen“. Leßmeister: „Gezielte Förderprogramme in diesem Bereich wären hilfreich – ansonsten besteht perspektivisch die Gefahr, dass beispielsweise die ,Alte Welt’ zur ,Vergessenen Welt’ mutiert!“

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