Kreis Kaiserslautern Landratswahl: CDU nominiert Ralf Leßmeister

Landesvorsitzender Gordon Schnieder (links) und Kreisvorsitzender Marcus Klein (rechts) gratulieren dem frisch nominierten Ralf
Landesvorsitzender Gordon Schnieder (links) und Kreisvorsitzender Marcus Klein (rechts) gratulieren dem frisch nominierten Ralf Leßmeister.

Amtsinhaber Ralf Leßmeister geht bei den Landratswahlen 2025 erneut für die CDU ins Rennen. In Hütschenhausen wurde er am Samstag von seinen Parteifreunden nominiert – mit fast 100 Prozent Zustimmung.

114 CDU-Mitglieder waren am Samstagmorgen in die Spesbacher Mehrzweckhalle gekommen, um ihren Bewerber für die Landratswahl zu küren. Erwartungsgemäß gab es keinen Gegenkandidaten. „Ralf Leßmeister hat die vergangenen sieben Jahre erfolgreich und gut gearbeitet. Wir wollen ihn behalten, denn er steht für stabile Verhältnisse“, warb der CDU-Kreisvorsitzende Marcus Klein für den Amtsinhaber, den der Vorstand als Bewerber vorgeschlagen hatte.

Ralf Leßmeister blickte in seiner mit einer Fotoschau illustrierten Rede zurück auf den Wahlkampf, den er 2017 geführt hatte, um seinen (Partei-)Freund und Mentor Paul Junker zu beerben. Unter dem Motto „Leß do it!“ radelte Leßmeister damals durch alle Gemeinden des Landkreises. Die Land-Rad-Tour war von Erfolg gekrönt: Der sportliche CDU-Mann, der davor Leiter der Abteilung Jugend und Soziales war, sitzt seit 9. Dezember 2017 im Chefsessel der Kreisverwaltung. In seinen ersten beiden Jahren lief noch alles in ruhigem Fahrwasser: Die umfassende, auch energetische Sanierung des denkmalgeschützten Kreishauses, die über 20 Millionen Euro kostete, konnte unter seiner Ägide abgeschlossen werden. Im Januar 2020 zog die Behörde aus dem SWK-Gebäude in der Burgstraße wieder um in ihr angestammtes Domizil in der Lauterstraße. „Zum Glück hat das damals nach leichten Verzögerungen geklappt!“, betonte Leßmeister. „Denn wenig später kam Corona.“

„Eine Krise jagt die andere“

Am 27. Februar 2020 gab es im Bezirk des Gesundheitsamts Kaiserslautern, das bei der Kreisverwaltung angesiedelt ist, den landesweit ersten Fall von Covid 19. „Von da an liefen die Uhren anders“, erinnerte der Landrat an die Zeit der massiven Einschränkungen, der Lockdowns, der täglichen Inzidenzmeldung und des Aufbaus des Schwedelbacher Testzentrums. Später sei dann der Aufbau des Landesimpfzentrums bei Opel-Halle hinzugekommen.

Doch kaum war Corona vorbei, kam schon der nächste Schock: Im Februar 2022 brach der Krieg in der Ukraine aus. In der folgenden Energiekrise bestimmten die Sorgen um Stromausfälle und Gasmangel die Diskussion. „In meiner Amtszeit jagte eine Krise die nächste“, so Leßmeister. Unter seiner Führung wurde – auch unter dem Eindruck der verheerenden Überschwemmung im Ahrtal – der Katastrophenschutz neu aufgestellt.

„Leß do it again“ als Wahlkampfmotto

Auch das zähe Ringen um die dauerhafte Stationierung eines Rettungshubschraubers in der Westpfalz war letztlich erfolgreich. Der Breitband-Ausbau, die Sparkassenfusion und die beiden Klageverfahren gegen das Land wegen der mangelhaften Finanzausstattung der Kommunen nannte Leßmeister „Meilensteine“ seiner ersten Amtszeit, an die er nun gerne eine zweite anhängen würde. Sein Wahlkampfmotto für 2025 lautet: „Leß do it again!“

Unterstützung bekam der 57-jährige Hütschenhausener auch von Gordon Schnieder, dem Parteichef der Landes-CDU und Fraktionschef im Landtag. Dieser war nach Hütschenhausen gekommen, um die Partei auf den bevorstehenden Bundes- und Landtagswahlkampf (2026) einzuschwören. In einem Rundumschlag geißelte Schnieder die Politik der Ampel ebenso wie die der Landesregierung. Hier wie da sei es Zeit für einen Wechsel. „Wir brauchen jetzt rasch eine klare Führung, um mit gezielten Maßnahmen das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen, damit nicht mehr so viele AfD oder das BSW wählen, weil sie uns Etablierten nicht zutrauen, die Probleme zu lösen.“ Am Ende seiner Rede schlug Schnieder den Bogen zurück zur Landratswahl und legte der Kreis-CDU ans Herz, Ralf Leßmeister zu unterstützen: „Ihr habt hier einen starken Landrat, dessen Stimme im Land gehört wird!“

Der Werbung hätte es nicht bedurft, denn das Abstimmungsergebnis lautete: 112 Ja- und eine Neinstimme bei einer Enthaltung. Tosender Applaus, stehende Ovationen. Die CDU ist damit die erste Partei, deren Bewerber für die Landratswahl feststeht. Diese findet voraussichtlich am 18. Mai statt.

Tosender Applaus in Spesbach für Ralf Leßmeister: Die CDU votiert fast einstimmig für eine erneute Kandidatur des amtierenden La
Tosender Applaus in Spesbach für Ralf Leßmeister: Die CDU votiert fast einstimmig für eine erneute Kandidatur des amtierenden Landrats.
x