Kreis Kaiserslautern
Landfrauen-Tipp: Eier mit grüner Soße
Rund um Ostern haben hart gekochte Eier Hochkonjunktur. Manchmal weiß man gar nicht mehr, wie noch Abwechslung auf den Teller gebracht werden kann. Ganz einfach: ab mit den Eiern in die grüne Soße! Das rät Ingrid Stach, Vorsitzende des Landfrauenkreisverbands Kaiserslautern. „Das ist ein schnelles Essen, es schmeckt und kann zudem gut vorbereitet werden“, meint die Hauswirtschaftsmeisterin aus Bruchmühlbach und sieht die Eier bestens in der hessischen grünen Soße untergebracht. Dass sie der RHEINPFALZ dabei ein Rezept aus ihrer hessischen Heimat, dem Waldecker Land, an die Hand gibt, ist für sie Ehrensache. Und nein, ihre grüne Soße hat dabei nicht die „strenge Ordnung“ einer Frankfurter Soße, die mit immer den gleichen sieben Kräutern (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch) einherzugehen hat. Das wäre also klargestellt. Den Eiern kann es an die Pelle gehen.
Es duftet nach Frühling
In der Küche von Ingrid Stach riechen die bereitgestellten Kräuter verführerisch nach Frühling: Schnittknoblauch, Sauerampfer, Pimpinelle, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Dill und Petersilie kommen zum Großteil aus dem Garten hinterm Haus. „Ich habe ein Gewächshaus“, sagt sie und ist froh, schon zeitig im Jahr frisch ernten zu können. Petersilie hat sie dennoch zugekauft, die gibt es draußen noch nicht. Borretsch landet bei ihr normalerweise auch in der grünen Soße – ist aber derzeit nicht verfügbar. „Bei uns gibt es das Gericht sehr oft. Was dann gerade an Kräutern wächst, wird verwertet“, erzählt sie, dass im Hause Stach die grüne Soße nicht auf Ostern oder einen Überschuss an Eiern wartet, die dann halt mal eben verarbeitet werden müssen.
Es geht an die Arbeit. Während die Eier kochen, garen die Salzkartoffeln vor sich hin. „Bratkartoffeln schmecken auch dazu“, ist zu erfahren. Quark, saure Sahne und Schmand vereinen sich unter rührenden Händen. Salz und Pfeffer tauchen ein. Die kalte Soße ist fertig, aber noch nicht „grün“. Mit flinkem Messer nimmt sich die Landfrau die Kräuter vor. Zurück bleibt ein feines Grün. Die von der Schale befreiten Eier machen Bekanntschaft mit dem Eierschneider. Der kann vierteln, Scheiben oder Eierwürfel hinterlassen. „Ich persönlich hab gerne die Eierscheiben, ist für das Gericht aber egal, jeder wie er mag“, lautet eine Anmerkung der Landfrau. Das war es schon fast. Ab mit den zerkleinerten Eiern in die Soße, die fein geschnittenen Kräuter obenauf oder unterrühren, ganz wie gewünscht. Die Kartoffeln sind auch fertig. Es kann angerichtet werden. Ein wirklich schnelles, frisches Gericht, das Ingrid Stach noch mit einer Nachspeise abrundet. „Errötendes Mädchen, eine Buttermilchspeise aus dem Lautrer Heimatkochbuch, passt gut dazu“, gibt sie einen letzten Tipp. Guten Appetit!
Hessische Grüne Soße nach Ingrid Stach
(für vier Personen)
250 g Quark mit 200 g saurer Sahne und 250 g Schmand verrühren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und wer mag mit Zitronensaft abschmecken.
Kräuter aus dem Garten (was vorhanden): Schnittlauch, Dill, Petersilie, Sauerampfer, Pimpinelle, Zitronenmelisse, Schnittknoblauch, Zwiebelschlotten, Borretsch oder oder... alles fein schneiden und den gewünschten Sorten jeweils eine Handvoll unter die Soße heben.