Enkenbach-Alsenborn „Kulturbetriebe Enkenbach-Alsenborn AöR“ sollen Kauf des Provinzkinos ermöglichen
Der Vorstand der Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) wird aus drei Personen bestehen, die vom Ortsbürgermeister bestellt werden. Der Ortsbürgermeister übernimmt den Vorsitz im Verwaltungsrat. Dessen neun Mitglieder werden in der Sitzung des Ortsgemeinderats am 15. April gewählt. Die Ortsgemeinde überträgt der neugegründeten AöR die Aufgabe, Kulturangebote dauerhaft sicherzustellen und zu fördern. Durch die „Bereitstellung von Räumlichkeiten und sonstigen Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeit von kulturschaffenden Vereinen und sonstigen Einrichtungen in Enkenbach-Alsenborn“ sollen Kulturveranstaltungen und sonstige Projekte im Gemeindegebiet gefördert werden.
Sanieren und barrierefrei ausbauen
Mit der Gründung der „Kulturbetriebe Enkenbach-Alsenborn“ sollen „weitere zeitliche Verzögerungen bei der Umsetzung des Projektes Provinzkino“ vermieden werden. Es handelt sich dabei um ein Hilfskonstrukt, das ein Problem lösen soll. Wegen fehlender Abschlüsse der Gemeindewerke hat die Aufsichtsbehörde den Enkenbach-Alsenborner Haushaltsplan bislang nicht genehmigt. Damit sind der Ortsgemeinde finanziell die Hände gebunden. Freiwillige Leistungen, unter die auch der Erwerb des Provinzkinos fällt, sind daher aktuell nicht möglich. Außerdem können besondere Ausgaben nur unter Auflagen genehmigt werden. Kauf und Sanierung des Provinzkinos sollen angesichts dieser Situation über die AöR ermöglicht werden.
Geplant ist eine Gesamtinvestition von knapp 1,4 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon muss die Ortsgemeinde beisteuern. Damit soll der Gebäudekomplex, der neben dem renommierten Programmkino auch eine Wohnung und eine Pizzeria beheimatet, ökologisch saniert und barrierefrei umgebaut werden. Das Gebäude befindet sich aktuell im Eigentum einer Erbengemeinschaft.