Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Kolping- und Martin-Butzer-Platz sollen attraktiver werden

Dient derzeit nur als Parkfläche: der Kolping-Platz in Landstuhl.
Dient derzeit nur als Parkfläche: der Kolping-Platz in Landstuhl.

Der Adolph-Kolping-Platz und der benachbarte Martin-Butzer-Platz mit der historischen Zehntenscheune sollen zu einem attraktiven Ensemble werden, das im Zentrum von Landstuhl zum Verweilen einlädt.

Bislang fristen die beiden Areale, die von der stark befahrenen Hauptstraße voneinander getrennt sind, ein Schattendasein und dienen vorwiegend als Abstellfläche für Autos. Doch das soll sich ändern, denn eigentlich sind sie zu schade, um nur als Parkraum genutzt zu werden.

Zumal der Autofahrer, der auf dem von allerlei Bäumen und Büschen umsäumten Kolpingplatz seinen Wagen abstellen möchte, zuweilen seine liebe Not hat. Denn die Parklücken sind eng, Bäume und Wurzelwerk machen das Rangieren nicht eben leichter. Doch wer nach dem Aussteigen den Blick hebt, wird entlohnt: Die historische Zehntenscheune und die darüber auf dem Berg thronende Burg Nanstein bieten ein schönes Panorama.

Erstes Projekt im Förderprogramm

Diese hübsche Ecke künftig so attraktiv zu gestalten, dass sie nicht nur zum Parken, sondern auch zum Verweilen einlädt: Dieses Ziel hat sich der Stadtrat gesetzt. Die Neugestaltung ist das erste öffentliche Projekt, das im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau realisiert werden soll. Ein Planungsbüro hat verschiedene Varianten erarbeitet. Der Stadtrat stimmte am Dienstagabend für die Version, die Kolping- und Butzer-Platz als ein größeres Ganzes betrachtet. Denn streng genommen gehört nur der Kolpingplatz zum Sanierungsgebiet Stadtumbau, der Butzer-Platz war außen vor. Doch auch die Fläche vor der Zehntenscheune soll belebt werden; bislang ist sie – von Veranstaltungen abgesehen – ausgestorben und dient wie ihr gegenüberliegendes Pendant lediglich als Parkplatz.

„Als der Alte Markt vor Jahren saniert wurde und man dort nicht parken konnte, hat man den Martin-Butzer-Platz als Ausweichfläche ausgewiesen“, sagt Stadtbürgermeister Ralf Hersina (SPD). Da die Parkplätze am Alten Markt längst wieder offen stehen, könnten diese an der Zehntenscheune deutlich reduziert und damit Flächen für eine neue Art der Nutzung gewonnen werden. Der erste Vorentwurf sieht beispielsweise einen kleinen Spielplatz und Sitzstufen vor. Die Bushaltestelle soll anders gestaltet und damit sicherer gemacht werden. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr soll zudem ein Zebrastreifen sorgen. Und nicht zuletzt ist auch eine Neugestaltung der Hauptstraße geplant. Im Gespräch ist ein Kreisverkehr an der Einmündung in die Kaiserstraße und eine einspurige Verkehrsführung in Höhe der beiden Plätze.

Doch im Moment ist nur die Marschrichtung entschieden, die Details folgen noch. Denn bei der Neugestaltung der beiden zentralen Plätze sollen auch die Bürger ein Wörtchen mitreden dürfen. Hersina: „Im Herbst ist eine Bürgerbeteiligung geplant.“

Auch der Martin-Butzer-Platz hat mehr zu bieten.
Auch der Martin-Butzer-Platz hat mehr zu bieten.
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