Stelzenberg Klimapakt beitreten, Straßenbeleuchtung auf LED umrüsten

Wie in vielen Ortsgemeinden steht auch in Stelzenberg die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik auf dem Kipki-Program
Wie in vielen Ortsgemeinden steht auch in Stelzenberg die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik auf dem Kipki-Programm.

Der Beitritt zum Kommunalen Klimapakt (KKP) des Landes Rheinland-Pfalz sorgte im Stelzenberger Ortsgemeinderat für längere Diskussionen – inklusive eines Schlagabtauschs zwischen SPD-Fraktionssprecherin Renate Flesch und Ortsbürgermeister Fritz Geib (FWG).

Wie Geib eingangs erklärte, stelle der Beitritt zum KKP eine Art Selbstverpflichtung der Gemeinde dar, ihre Anstrengungen in Sachen Klimaschutz zu forcieren und entsprechende Projekte im Dorf anzugehen. In Stelzenberg habe man diesen Weg schon vor Jahren eingeschlagen – beispielsweise mit LED-betriebenen Straßenlampen und der energetischen Sanierung des Bürgerhauses. Weitere Projekte seien bereits angedacht, beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage für das Bürgerhaus.

„Dinge, die seit Jahren nicht angepackt werden“

Renate Flesch kritisierte in erster Linie die Ausführungen in der Sitzungsvorlage, in der es um die zukünftigen Klimaschutzziele in der Gemeinde gehe. „Hier sind Dinge aufgeführt, die wir bereits umgesetzt haben oder die bereits beschlossene Sache sind, aber seit Jahren nicht angepackt werden“, sagte Flesch und bezeichnete es als „heuchlerisch“, darin die PV-Anlage für das Bürgerhaus anzuführen. Geib hielt entgegen, dass man genau dieses Projekt sehr wohl verfolge, bislang allerdings wegen knapper Mittel immer wieder hintanstellen musste. Außerdem sei noch längst nicht die komplette Straßenbeleuchtung im Dorf auf LED-Lampen umgestellt, so dass man das durchaus auf die Liste der künftigen Projekte setzen könne.

Jochen Stadler (FWG) hatte gleich eine ganze Liste von Maßnahmen ausgearbeitet, die Stelzenberg in Sachen Klimaschutz in Zukunft verfolgen könne. Dabei handelte es sich in erster Linie um kleinere Projekte, die mit wenig finanziellem Aufwand oder in Eigenleistung ausgeführt werden könnten – wie eine naturnahe Umgestaltung mehrerer gemeindeeigener Grünflächen und die Anlage einer Streuobstwiese vor dem neuen Kindergarten. Mit einer Enthaltung wurden die Vorschläge Stadlers in der Beitrittserklärung verankert und der Beitritt beschlossen.

18.000 Euro für Umstellung auf LED

Im direkten Zusammenhang mit dem KKP steht das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (Kipki). Rund 18.000 Euro bekommt Stelzenberg vom Land, die in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik investiert werden sollen. Als Alternative will man die Beleuchtung im Bürgerhaus auf LED umstellen, so das einmütige Votum des Rats, der damit den Beschlussvorschlag der Verbandsgemeindeverwaltung annahm.

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