Ramstein-Miesenbach
Julia Weber hat zum Abschied vom Gymnasium einen Baum gepflanzt
Julia Weber war sehr erleichtert, als sie erfuhr, dass sie das Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,0 geschafft hat. „Ich hatte den Anspruch an mich, es zu packen, weil ich es für mein Studium brauche“, sagt sie. Sie sei sehr stolz auf sich, dass sie so viel gelernt habe. Ab der achten Klasse seien ihre Noten immer besser geworden. Als dann auch noch das erste Halbjahr der Oberstufe super für sie lief, wurde Julia vom Ehrgeiz gepackt. Da nahm sie sich vor, den Abschluss mit der Traumnote 1,0 zu schaffen.
Sie erzählt: „Ich lerne sehr gerne, kann gut auswendig lernen und lerne am besten, wenn ich abgehört werde. Da habe ich viel Unterstützung von meinen Eltern bekommen.“ Weber, die in Erzenhausen wohnt, ging in Mackenbach zur Grundschule. Den Weg aufs Reichswald-Gymnasium fand sie über ihre Patentante, welche die Schule ebenfalls besucht hatte. An ihre Schulzeit hat sie sehr positive Erinnerungen, insbesondere an die Kurs- und Klassenfahrten. Zudem betont sie: „Wir hatten Superlehrer.“ Den monatelangen Online-Unterricht während der Corona-Pandemie habe ihre Schule gut organisiert. „Wir konnten viele Aufgaben eigenständig erledigen.“ Die Arbeit selbst einzuteilen, gefiel ihr gut.
Latein war ihr Favorit
In der Oberstufe wählte die Schülerin die Leistungskurse Englisch, Biologie und Latein. Letzteres war ihr Favorit: „Ich mag die Sprache total, weil man da sehr analytisch rangehen kann. Zudem bin ich ein großer Fan der römischen Geschichte und Mythologie.“ Da sie zwei Fremdsprachen als Leistungskurse gewählt hatte, musste sie in zwei Fächern durch die mündliche Prüfung – in Geschichte und Deutsch.
Das Motto ihres Abiturjahrgangs war „ABIversal – 13 Jahre im falschen Film“. Während der Motto-Woche startete ihre Stufe viele Aktionen, schmückte die Schule und besuchte die Klassen. Für den Abi-Streich wurde sogar extra ein Schrottauto gekauft. Mit vielen verschiedenen Aktivitäten beschäftigte man die Schulgemeinschaft vier Stunden lang. Anschließend pflanzten Weber und ihre Stufenkameraden einen Baum: „Wir wollten der Schule etwas zurücklassen.“
Ihre Passion: helfen, helfen, helfen
Ab Oktober wird die junge Frau, die sich beim Schulsanitätsdienst engagiert hatte, Medizin studieren. In welche Fachrichtung es später einmal gehen soll, weiß sie noch nicht. In ihrer Freizeit ist sie ehrenamtlich bei der DLRG und beim DRK tätig. Doch bis zum Oktober gönnt sich Julia Weber keine Pause, im Gegenteil. Direkt nach dem Abitur begann sie eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin: „Es ist sinnvoll, diese Ausbildung zu machen im Hinblick auf mein Studium“, betont sie.
Abschließend richtet Weber folgende Botschaft an die Schüler des Reichswald-Gymnasiums: „Es ist egal, wie gut man in der Schule ist, das macht einen nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen. Noten bestimmen nicht deinen Wert und sind nicht entscheidend dafür, wie gut man im Leben klarkommt.“