Kreis Kaiserslautern / Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Jugend- und Sozialamt ab Januar in Landstuhl

Ins frühere Gebäude der VR-Bank in Landstuhl zieht bald das Jugend- und Sozialamt des Landkreises ein.
Ins frühere Gebäude der VR-Bank in Landstuhl zieht bald das Jugend- und Sozialamt des Landkreises ein.

Wer im Landkreis Kaiserslautern Sozialleistungen beantragen will, muss ab Januar dafür nach Landstuhl. Der Umzug des Jugend- und Sozialamts in die Sickingenstadt findet voraussichtlich Ende des Jahres statt, hat die Kreisverwaltung auf RHEINPFALZ-Anfrage mitgeteilt.

Bekanntlich braucht die größte Abteilung der Lauterer Kreisverwaltung ein neues Domizil. Die mehr als 100 Mitarbeiter der Behörde sind derzeit noch auf verschiedene Standorte in Kaiserslautern verteilt, weil im Kreishaus an der Lauterstraße trotz der umfassenden Sanierung nicht ausreichend Platz für alle Beschäftigten ist.

Bereits 2016 hatte der Kreistag beschlossen, das Jugend- und Sozialamt als Ganzes auszugliedern. 2020 fiel dann die Entscheidung für den Umzug in das Gebäude der ehemaligen VR-Bank Westpfalz in der Landstuhler Kaiserstraße und in ein benachbartes Haus auf der gleichen Straßenseite (Kaiserstraße 27).

Dort sollte die Behörde bereits im ersten Halbjahr 2021 ein neues Zuhause finden, doch der Umzug verzögerte sich, da sich laut Kreisverwaltung die dafür erforderlichen Bauarbeiten hinziehen: „Das liegt unter anderem an den allgemein feststellbaren Engpässen in der Baubranche“, so die Pressestelle. „Auch bei der Möbelbestellung gibt es lange Wartezeiten.“

Keine Schließung wegen des Umzugs

Geplant ist, dass der Umzug des Jugend- und des Sozialamtes gleichzeitig bis Ende des Jahres erfolgen soll und der neue Standort in der Sickingenstadt im Januar für den Publikumsverkehr geöffnet wird. Für den Umzug werden die Behörden nicht geschlossen. „Am bisherigen Standort im ,Casino’ wird ein Notbetrieb eingerichtet, so dass für beide Bereiche eine kontinuierliche Ansprache möglich ist“, so die Kreisverwaltung.

Voraussichtlich ab Januar werden dann 124 Mitarbeiter des Jugend- und Sozialamts in den beiden zentral im Stadtkern gelegenen Gebäuden ihre Arbeit aufnehmen. In Landstuhl gibt es daher die Sorge, dass die zusätzlichen Autos der Beschäftigten die Parkplatzprobleme in der Innenstadt verschärfen könnten. Gibt es irgendwelche Regelungen, wo die Mitarbeiter parken sollen? In der Grundkalkulation sind laut Kreisverwaltung 20 Parkplätze vorgesehen. „Grundsätzlich stellen wir unseren Mitarbeitern keine kostenlosen Parkplätze zur Verfügung. Es sind Eigenbeiträge zu leisten, wenn eine Parkberechtigung besteht.“ Eine Verschärfung der Parksituation sieht die Behörde nicht: „Das frühere Bankhaus wurde ja ursprünglich auch schon als Verwaltungsgebäude genutzt“, sagt die Kreisverwaltung und weist darauf hin, dass auch damals Mitarbeiter der VR-Bank in der Innenstadt ihre Autos abgestellt haben.

Weitere Ämter ziehen um

Das Jugend- und Sozialamt ist im Übrigen nicht die einzige Kreisbehörde, die umzieht: Noch in diesem Jahr erhält der Brand- und Katastrophenschutz, der bislang an der Feuerwache 6 in Kaiserslautern beheimatet war, ein neues Domizil in der Marie-Curie-Straße 10 im Industriegebiet (IG) Nord bei Weilerbach. In dieses „Kompetenzzentrum“ zieht 2024 dann auch das Kreisveterinäramt ein, das bislang noch im Gebäude des Lauterer Gesundheitsamts in der Pfaffstraße angesiedelt ist.

Die 45 Mitarbeiter des Gesundheitsamts haben nach dem Auszug des Veterinäramts künftig mehr Raum, denn laut Kreisverwaltung ist vorgesehen, das Personal dort aufzustocken. Außerdem müsse auch für „ein mögliches Infektionskrisen-Management ausreichend Platz einkalkuliert werden“, so die Pressestelle.

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