Kreis Kaiserslautern „Ich mache weiter wie bisher“

Jessica Weiß aus Alsenborn, die an der RTL-Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ teilgenommen hat, ist ausgeschieden. Nach dem großen Jury-Lob in der ersten Runde kam sie im so genannten Deutschland-Recall nicht weiter. Dies wurde jedoch im Fernsehen gar nicht ausgestrahlt.
„Bisher wurde das Deutschland-Recall immer gezeigt, nun zum ersten Mal nicht“, wundert sich die Kandidatin auf Nachfrage der RHEINPFALZ selbst. Die Gründe dafür kenne sie nicht. Bei dem Casting-Auftritt in Köln musste sie mit drei anderen Mädchen zusammen auf der Bühne „ein ganz neues Lied performen, das wir am Abend bekommen haben und in nur einer Nacht einstudieren mussten“. In den ersten Tagen nach dem Ausscheiden war die 27-Jährige „schon enttäuscht“, gibt sie zu. Aber da sie gar nicht selbst ins Fernsehen wollte, sondern von einem Casting-Team im Internet gefunden und angerufen worden war (die RHEINPFALZ berichtete am 24. Februar), hielt sich ihre Enttäuschung in Grenzen. Warum sie rausgewählt wurde, „dazu hat die Jury gar nichts gesagt“. Sie ist aber überzeugt, dass es nicht an der Stimme lag; noch in der Runde davor hat sie Applaus von der kompletten Jury bekommen. „Ich glaube, die haben einfach einen bestimmten Typ gesucht. Die Jury betont ja immer wieder, dass es auf das Gesamtpaket – den Auftritt, die Ausstrahlung, das Äußere – ankommt. Vielleicht war ich einfach zu langweilig“, resümiert sie. Trotzdem bereut sie die Teilnahme nicht, es sei „eine schöne Erfahrung“ gewesen. Und sie sieht auch keinerlei Grund, auf den Sender RTL zu schimpfen, „mir wurde nichts Unrechtes getan“. Durch den Fernseh-Auftritt hat die Arbeitssuchende zudem etliche Job-Angebote bekommen und eine Anfrage einer Mädchen-Band, die sie bislang aber noch nicht treffen konnte. Etliche musikalische Angebote kamen aus dem Schlagerbereich, „aber ich will eigentlich lieber Soul und R’n’B machen“, erklärt sie, dass sie diese wohl nicht annehmen wird. Auch aus dem Kontakt zu anderen DSDS-Teilnehmern könnten eventuell noch Projekte entstehen. „Ansonsten mache ich weiter wie bisher, singe bei Familienfeiern“, erzählt sie. „Ich werfe nicht alles aus Enttäuschung hin“, lacht sie. So verfolgt sie DSDS auch nach ihrem Ausscheiden weiter und drückt nun dem ehemaligen Konkurrenten Severino Seeger die Daumen. „Ich bin ehrlich zu mir selbst, gegen ihn hätte ich wahrscheinlich keine Chance gehabt. (gzi)