Enkenbach-Alsenborn RHEINPFALZ Plus Artikel Horrorunfall mit drei Toten auf der A6: Audi-Fahrer weiter im Fokus

Am 6. September kamen drei Menschen auf der A6 bei Enkenbach in einem brennenden VW Golf ums Leben.
Am 6. September kamen drei Menschen auf der A6 bei Enkenbach in einem brennenden VW Golf ums Leben.

Ein Verkehrsunfall mit drei Toten auf der A6 bei Enkenbach-Alsenborn hat im September viele Menschen in der Region erschüttert. Was der Staatsanwalt zum Ermittlungsstand sagt.

Am späten Abend des 6. September kam es zwischen Enkenbach-Alsenborn und der Abfahrt Kaiserslautern-Ost in Fahrtrichtung Saarbrücken zu dem folgenschweren Unglück: Darin verwickelt waren zwei Pkw, ein Audi und ein VW Golf, die beide nach dem Zusammenprall vollständig ausbrannten. Während der 46-jährige Audi-Fahrer mit leichten Verletzungen davon kam und sich selbst aus seinem Fahrzeug retten konnte, endete die Kollision für die drei Insassen des Golf tödlich: Alle drei verbrannten in den Trümmern des Wagens. Ob sie durch den Aufprall beim Unfall oder die Flammen gestorben sind, wurde wohl bei der Obduktion geklärt, ist bislang aber nicht öffentlich bekannt.

Bei den Todesopfern handelte es sich um einen 51 Jahre alten Mann aus Neunkirchen/Saar und ein Ehepaar aus Saarbrücken, der Mann 44 Jahre, die Frau 41 Jahre alt. Der 51-Jährige war von seiner Lebensgefährtin als vermisst gemeldet worden – bis sich tragischerweise herausstellte, dass er durch den Autounfall bei Enkenbach ums Leben gekommen war. Da die Identität der Toten zunächst unklar war, erhielt die Frau erst zehn Tage nach dem Unfall Gewissheit über das Schicksal ihres Partners.

Fahrlässige Tötung steht im Raum

Auch acht Monate nach dem Unglück ist nach wie vor unklar, was damals auf der Autobahn geschehen ist. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hatte am 10. September gegen den Audi-Fahrer Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Der Mann aus der Südwestpfalz hatte damals zwar Angaben zur Sache gemacht, die laut Staatsanwaltschaft überprüft werden sollten. Danach machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch. Die Frage, ob sich im Zuge der Ermittlungen der Verdacht der fahrlässigen Tötung gegen ihn erhärtet hat und ob die Staatsanwaltschaft Anklage erheben wird, ließ die Justizbehörde im Oktober auf RHEINPFALZ-Anfrage unbeantwortet.

Was haben die Ermittlungen seither ergeben? Das hat die RHEINPFALZ jetzt den Leitenden Oberstaatsanwalt Udo Gehring erneut gefragt und lediglich erfahren: „Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.“ Das verkehrstechnische Gutachten liege inzwischen vor, teilte Gehring weiter mit, allerdings ohne Details zu verraten. Zur Zeit werde der beschuldigte Audi-Fahrer angehört. Danach entscheidet sich laut Gehring, ob gegen ihn Anklage erhoben oder ob das Verfahren gegen ihn eingestellt wird. Mehr ist dem Leitenden Oberstaatsanwalt derzeit nicht zu entlocken. „Über das Ergebnis der Ermittlungen kann ich berichten, wenn dieses abschließende Entscheidung der Staatsanwaltschaft getroffen ist“, sagt er.

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