Hütschenhausen
Haushalt: Warum Hütschenhausen „richtig Kommunalpolitik“ machen kann
Der Ergebnishaushalt der 4000-Einwohner-Gemeinde Hütschenhausen für 2026 weist bei Einnahmen von 7,33 Millionen Euro und etwas geringeren Aufwendungen einen Gewinn von 30.219 Euro aus. Im Finanzhaushalt steht ein Überschuss von 301.585 Euro. Auch der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke schließt in diesem Jahr laut Planung mit einem Überschuss von 30.000 Euro ab.
Ortsbürgermeister Achim Wätzold (CDU) betonte, dass die Gemeinde in diesem Jahr 500.000 Euro weniger an Schlüsselzuweisungen vom Land erhalte; dies resultiere aus dem sehr positiven Ergebnis von 2025. Trotzdem habe die Gemeinde keine finanziellen Probleme. Man könne zuversichtlich in die Zukunft blicken, „Wir haben einen Puffer“, unterstrich Wätzold. Wichtig sei, dass die Gemeinde die Bürgerhäuser in den drei Ortsteilen sowie die drei Friedhöfe halten könne. Auch die Gemeindewerke hob er positiv hervor, die gerade Projekte für die Zukunft erstellten.
FWG hakt bei Hundesteuer ein
Stolz sei er, dass bei all den Ausgaben die Steuern für 2026 nicht erhöht werden müssten, um den Haushalt ausgleichen zu können. Hier hakte die FWG ein: Uwe Schlicher wollte wissen, für wie viele Hunde in der Gemeinde keine Steuern bezahlt werden. Paul Junker (CDU) warf ein, dass man sich darüber unterhalten sollte, für welche Hunde man künftig keine Steuer erheben sollte – beispielsweise für Blindenhunde.
Weiterhin sagte Junker, bei der Haushaltsplanung sei seiner Meinung nach großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt worden. Erfreulich sei, dass die Gemeindewerke keine Verluste zu verzeichnen hätten: „Sie erwirtschaften die Konzessionsabgabe.“ Erwähnenswert sei auch die Ausschüttung der Reichswaldgenossenschaft. Beide Einnahmen würden bei der Umlagenberechnung nicht mitberücksichtigt. Die Gemeinde könne die Investitionen in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro komplett aus eigener Kasse ohne Kreditaufnahme stemmen. Die Rücklagen reduzierten sich zwar bis Ende des Jahres auf 1,7 Millionen Euro, aber bis 2029 habe man wieder 2,7 Millionen Euro angespart. Freudestrahlend sagte Junker: „Wir können richtig Kommunalpolitik machen – das macht Spaß.“
Hier wird investiert
Uwe Schlicher (FWG) blickte auf 2025 zurück: Da sei der Grundstein gelegt worden für die Projekte, die nun dieses Jahr auf den Weg gebracht werden. Er sehe ein „spannendes Jahr mit viel Arbeit“ auf die Gemeinde zukommen. Die SPD schloss sich den positiven Einlassungen und somit auch der Zustimmung zum Haushalt an.
Größere Investitionen sind das Straßenbauprogramm (900.000 Euro), die Erschließung des Dienst- und Handwerkerparks (845.000 Euro), die Errichtung einer Photovoltaikanlage beim Bürgerhaus und der Sporthalle Hütschenhausen (154.000 Euro), die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Katzenbach (190.000 Euro), Grunderwerb, Vermessung und Planungskosten für das Neubaugebiet „Im Pferch“ (107.000 Euro), die Herstellung von Gehwegen in Spesbach (100.000 Euro), die Herstellung von Anschlusskästen und Hydranten für die Kerwe in Hütschenhausen und Spesbach (40.000 Euro) sowie die Unterhaltung von Wanderwegen (25.000 Euro) und Friedhöfen (71.000 Euro).