Kreis Kaiserslautern Gefährliche Ausweichmanöver auf den Fußweg

WEILERBACH. Wer in Weilerbach in der Straße „Am Busenhübel“ wohnt, an der ehemaligen Kreisstraße 13, der lebt gefährlich. Die Straße ist dort nach Ansicht der Anwohner viel zu schmal. Begegnen sich zwei Busse, wird schon mal auf den Gehweg ausgewichen. Ortsbürgermeister Horst Bonhagen (SPD) verspricht, das Thema bei einer Ortsbegehung der Verkehrskommission zur Sprache zu bringen.

Familie Laufer ist sauer. Das liegt daran, dass – sobald einer von beiden aus dem Haus tritt – erhöhte Obacht angezeigt ist. „Ich wurde zweimal schon fast von der Treppe geholt“, erzählt Petra Laufer. Familie Laufer wohnt in der Straße „Am Busenhübel“. Die wurde im Zuge einer Straßensanierung vor einigen Jahren verschmälert, was – so die Absicht der damals Verantwortlichen – eigentlich zur Sicherheit in der Straße beitragen sollte. Zudem sollte es den Ausfahrenden aus der gegenüberliegenden Straße „Alte Einnehmerei“ die Ausfahrt erleichtern. Die Laufers sind da anderer Ansicht. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine gefährliche Situation hier bei uns vorm Haus entsteht“, erzählt Petra Laufer. Dazu komme natürlich die Lärmbelastung: Wo abgebremst wird, quietschen auch mal die Bremsen, dann muss wieder angefahren werden. Und wenn es mal ganz eng wird, dann wird auch mal auf die Hupe gehauen. Neben dem Lärm muss Petra Laufer, wie erwähnt, auch auf dem Gehweg vor der eigenen Haustür die Augen offen halten. „Viele Autos weichen im Begegnungsverkehr auf den Fußweg aus.“ So manches Ausweichmanöver endet dann auch schon mal an einer Hauswand. Die Nachbarin der Laufers, Anneliese Christmann, kann ein Lied davon singen. Bereits dreimal – zuletzt kurz vor Ostern – rammte ein Auto ihr Haus. „Wenn mein Mann die Straße fegt, muss er immer springen. Die würden den überfahren. Manche Autofahrer nehmen überhaupt keine Rücksicht“, schimpft sie. Die Kreisverwaltung, von der RHEINPFALZ auf das Problem angesprochen, regt das Mittel einer Verkehrsschau an. Das sei eine Art Bestandsaufnahme einer Verkehrssituation, bei dem sich Vertreter unterschiedlicher Behörden und Einrichtungen ein Bild machen. Experten nehmen dabei das Problem unter die Lupe und machen Lösungsvorschläge. Mit im Boot sind dabei nach Auskunft der Kreisverwaltung Vertreter der Kreisverwaltung selbst, das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Weilerbach, die Polizei, der Landesbetrieb Mobilität (LBM) sowie oftmals auch der Ortsbürgermeister. Das sei „eine gängige Methode, um Verkehrsprobleme anzugehen.“ Weilerbachs Ortschef Horst Bonhagen (SPD) kennt die Verkehrssituation vor Ort und will sich der Sache annehmen. „Wir wollen uns die Situation mit der Verkehrskommission mal genau anschauen“, sagte er der RHEINPFALZ. Einen genauen Termin für eine Ortsbegehung – bei der unterschiedliche Behören mit dabei sein werden - konnte er noch nicht nennen. „Die Verkehrskommission tagt oft nur ein-, zweimal im Jahr. Bisher war noch kein Termin“, sagte er, versprach aber, „an der Sache dranzubleiben“. Einen Lösungsvorschlag haben die Laufers auch auf Lager. Wenn der Verkehr durch die Straße „Alte Einnehmerei“ nur noch in eine Richtung fahren dürfte, also auf die Straße „Am Busenhübel“ niemand mehr einfahren würde, könnte dort die Fahrbahn etwas verbreitert werden. „Der Verkehrsabfluss über ,die Hohl’ ist überhaupt kein Problem“, sagt Klaus Laufer. (bld)

x