Kreis Kaiserslautern Frühlingsboten: Von Amsel bis Storch
Gaby und Bernhard Kimmle schauen regelmäßig in Erzenhausen nach dem Storchennest. Bei ihrem letzten Besuch Mitte Mai konnten sie erstmals den diesjährigen Nachwuchs fotografieren. „Es gibt erfreuliche Neuigkeiten“, schreibt das Hohenecker Ehepaar dazu, „der Nachwuchs hat sich gezeigt. Unsere sechs Jahre alte Enkelin Jolien würde sagen: Es sind Drillerlinge.“ Kimmles haben beobachtet, dass Mama Frieda und Papa Fridolin Storch „alle Schnäbel voll zu tun haben, um Futter für die drei herbeizubringen“. Jetzt hoffen sie, dass alle Küken überleben. Im vergangenen Jahr sei dies nämlich nicht der Fall gewesen. Damals starb einer von ebenfalls drei Jungstörchen noch im Nest aufgrund des nassen und kalten Frühjahrs.
Schon zur Selbstversorgerin geworden zu sein, scheint die junge Amsel, die Silke Breinfalk in ihrem Otterbacher Garten beobachtet hat. Dort sammelt sie im Buschwerk bereits fleißig Beeren.
Die gehören nicht zum Speiseplan des tierischen Besuchers von Andrea Berndt, zumindest nicht in Gänze. Ihr ist in Weilerbach ein ausgewachsener Hirschkäfer über den Weg gekrabbelt. In diesem Lebensstadium ernähren sich die Insekten hauptsächlich von Baumsaft, manchmal auch vom Saft reifer Früchte. Nach fünf bis acht Jahren als Larve, haben die adulten Käfer vor allem ein Ziel: sich zu paaren und dann zu sterben.
Aber zurück zum Federvieh: „Das Schwanenpaar am Kranichwoog hat Nachwuchs bekommen“, schreibt Paul Junker aus Hütschenhausen. „Acht putzmuntere Küken“ belebten seit wenigen Tagen die Wasserfläche, „bestens bewacht von den sehr aufmerksamen Eltern“. Das Schwimmen müssen die Kleinen nicht lernen, „das können sie praktisch schon von Anfang an. Die Kleinen bleiben etwa acht bis neun Monate bei den Eltern, fliegen können sie jedoch bereits nach rund vier Monaten“, weiß Junker. Ihr schönes weißes Gefieder hingegen bekommen die grauen Schwänlein erst nach zwei Jahren.
Deutlich kleiner als ein Schwan, aber auch deutlich seltener in der Region ist der Vogel, den Günther Pitschi beobachtet hat. „Eine Rarität ist mir beim Rundgang um die Siegelbacher Weiher vor die Linse gekommen. Der stark gefährdete Flussuferläufer hat sich vermutlich zu einem Zwischenstopp hier vorübergehend niedergelassen.“ Er sei die Uferbereiche abgeflogen, und habe sich Pitschi dann auf dem Überlauf in voller Pracht gezeigt. „Dieses Tageshighlight war nicht mehr zu toppen“, schreibt unser Leser. ipf
Laut(r)er Häppchen
Der Kreis Kaiserslautern hat viele Gesichter. Diese wollen wir in unserer Rubrik „Laut(r)er Häppchen“ vorstellen. Vielleicht entdecken Sie, liebe Leserinnen und Leser, bei einem Streifzug durch ihren Heimatort oder die Natur etwas, das Sie mit anderen teilen wollen. Schicken Sie uns ein Foto davon sowie ein paar erklärende Zeilen dazu per E-Mail an redkai@rheinpfalz.de.