Schneckenhausen Für die Insekten: Gelände wird der Natur überlassen

Bienen und andere Insekten sollen in Schneckenhausen künftig mehr Lebensraum finden.
Bienen und andere Insekten sollen in Schneckenhausen künftig mehr Lebensraum finden.

Gedanken über mögliche Schutzmaßnahmen für Insekten machten sich die Schneckenhausener Ratsmitglieder am Montagabend. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, Harald Westrich (SPD), leitete die Sitzung des Gremiums, das letztmalig in alter Zusammensetzung zusammentrat.

„Mit der klimatischen Entwicklung steigt der Druck auf Flora und Fauna“, führte Westrich aus. Angesichts des Rückgangs der Insektenpopulation um bis zu 70 Prozent sei es an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was der Natur angeboten werden könne. Auch angesichts des für das Pflanzenwachstum optimalen Wetters müsse überlegt werden, ob man die Natur einmal machen lassen sollte. Gemähte Flächen wirkten ordentlich, seien aber kein Lebensraum für Insekten.

Am Multifunktionsplatz und am Steinbruch

Auf die Frage, welche Flächen in der Ortsgemeinde für eine natürliche Entwicklung geeignet seien, kamen Vorschläge aus den Reihen der Ratsmitglieder. Areale am Multifunktionsplatz und am Steinbruch wurden genannt. Der Friedhof werde zwar in anderen Gemeinden auch dafür einbezogen, in Schneckenhausen sei dies aber nicht so gut möglich, weil die Fläche dort zu sehr parzelliert sei. Möglicher Samenflug sei für die Pflege der Gräber nicht förderlich. Alle Ratsmitglieder stimmten dafür, die beiden zuerst genannten Flächen der natürlichen Entwicklung zu überlassen und dort lediglich zweimal im Jahr zu mähen.

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