Meinung
Endlich wieder eine richtige Kerwe in Landstuhl
Was in den vergangenen fünf Tagen auf dem Platz hinter der Stadthalle geboten wurde, lässt sich mit den Landstuhler Kerwen der vergangenen Jahre überhaupt nicht vergleichen: Wo früher ein halbleerer Parkplatz mit ein paar unattraktiven Ständen und Karussells gähnende Langeweile, ja sogar Tristesse verbreitete, herrschte nun eine echte Rummelplatzatmosphäre, zu der das neue große Wein- und Bierdorf als zentraler Ort der Geselligkeit wesentlich beitrug. Hinzu kamen ein grandioses Eröffnungsfeuerwerk, ein vielfältiges Essens- und Getränkeangebot sowie nicht zuletzt die jeden Tag wechselnden Bands, die mit Livemusik für Stimmung sorgten und dabei unterschiedliche Alters- und Zielgruppen bedienten. Wie beim Essen war auch bei der Musik für jeden Geschmack wohl etwas dabei. Dass das Wetter zudem an allen Tagen vorbildlich mitspielte, war zwar pures Glück. Doch dies schmälert nicht den Erfolg, der vor allem auf einem durchdachten Konzept beruht. Die Schausteller mit der Organisation zu beauftragen, war die richtige Entscheidung. Hier waren keine Verwaltungsleute, sondern Kerweprofis am Werk – und das merkte man.
Natürlich gibt es auch Dinge, die noch verbessert werden könnten: Zum Beispiel fehlte ein Fahrgeschäft, das für ältere Jugendliche interessant ist. Und die Getränkestände sollten künftig für einen größeren Andrang durstiger Kehlen besser gewappnet sein. Doch da auch die Kerwe im nächsten Jahr wieder von den Schaustellern selbst auf die Beine gestellt wird, darf man auf Optimierungen hoffen und sich wohl schon jetzt darauf freuen, wenn es in Landstuhl wieder heißt: Ozappt is!