Kreis Kaiserslautern Ende der Stellvertretung in Sicht

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Die Integrierte Gesamtschule „Bettina von Arnim“ (BvonA-IGS) in Otterberg soll noch in diesem Jahr eine neue Leitung erhalten. Das teilte die Trierer Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Nach dem Weggang des bisherigen Schulleiters Stefan Weber werden die Führungsaufgaben von dessen Stellvertreterin Elke Bonner wahrgenommen.

Zum aktuellen Stand der Neubesetzung wollte sich die 57-jährige Pädagogin nicht äußern. ADD-Sprecherin Eveline Dziendzol kündigte eine Ausschreibung für „voraussichtlich Ende November“ an. Man habe bewusst etwas Zeit verstreichen lassen, „weil es – wohl auch bedingt durch den Wechsel – an der Schule eine gewisse Unruhe gegeben“ habe, so Dziendzol. Die Gesamtschule, an der seit 2010 auch das Abitur abgelegt werden kann, ist seit zweieinhalb Jahren nach der deutschen Schriftstellerin Bettina von Arnim (1785-1859) benannt. Die frühere Leiterin Edda Dietsch hatte sich während ihrer zehnjährigen Amtszeit mehrfach für eine Namensgebung nach der Grafikerin und Naturforscherin Sibylla Merian (1647-1717) ausgesprochen. Sowohl die Autorin als auch die Kupferstecherin waren auf den letzten D-Mark-Scheinen porträtiert. An der Schule hat es bereits vor und nach dem Wechsel Edda Dietschs ans Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz im Jahr 2004 rumort. Dietsch-Nachfolger Gernot Ensgraber war fünf Jahre lang nur kommissarisch mit der Leitung betraut, bis er im Juni 2009 endlich die Schulleitung offiziell übertragen bekam. Nach seinem Weggang an eine Mainzer Schule war der Posten wieder ein Jahr lang vakant: Direktorstellvertreter Franz Stärk führte im Schuljahr 2011/12 kommissarisch die Amtsgeschäfte, bis Stefan Weber das Amt im Juli 2012 übernahm. Im vergangenen Winter wechselte jener auf den Chefsessel des Veldenz-Gymnasiums in Lauterecken (Kreis Kusel). Seitdem liegt die Führung der BvonA-IGS in den Händen der stellvertretenden Direktorin – erneut kommissarisch. Zurzeit besuchen an der BvonA-IGS rund 750 Schüler den Unterricht von 60 Lehrkräften. Die frühere Otterberger Haupt- wurde im Sommer 1994 zur Gesamtschule erweitert und bildete zunächst mit Enkenbach-Alsenborn eine Schule an zwei Standorten. Seit 1997 ist sie eigenständig. |rik

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