Kreis Kaiserslautern Eingekreist:

Es ist nicht gerade so, dass das Interesse in der Bevölkerung an ehrenamtlichen politischen Posten überschäumend ist. Das ist kein Geheimnis. Für die Ortsgemeinderäte kandidieren immer weniger Menschen, bei der vergangenen Kommunalwahl hat sich in den Ortsgemeinden oftmals nur ein Kandidat gefunden, der das Amt des Bürgermeisters übernehmen wollte. Eine Frau aus Steinwenden wäre nur allzu gerne Mitglied im Orts- und Verbandsgemeinderat. Auch die Wähler hätten das super gefunden und gaben Angelika Bottin fleißig Stimmen. Doch die SPD-Ortsvereinsvorsitzende von Steinwenden darf ihre beiden Mandate nicht wahrnehmen, weil sie als Betreuerin von Kindern der Steinwendener Grundschule Angestellte der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach ist. Das wollte sie zunächst nicht wahrhaben, doch das Verwaltungs- und nun auch das Oberverwaltungsgericht sehen das Kommunalwahlgesetz da im Recht. Dies gehe schließlich in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz von einer Unvereinbarkeit von Amt und Mandat aus, wenn ein Beschäftigter der Verbandsgemeinde – soweit er nicht überwiegend körperliche Arbeit verrichte – zugleich zum Mitglied des VG- oder Ortsgemeinderats innerhalb dieser VG gewählt worden sei. Die Steinwenderin argumentiert – nachvollziehbar –, dass ihre Tätigkeit jede Interessenkollision mit den Aufgaben eines Ratsmitglieds in der Verbands- und Ortsgemeinde ausschließe, da sie in der Schule allein den Weisungen des Schulleiters unterliege. „Kein normaler Bürger versteht dieses Gesetz“, sagt Bottin. Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich politisch zu engagieren, fördert das zumindest nicht gerade. In der abgelaufenen Woche haben sich rund 100 RHEINPFALZ-Leser äußerst interessiert die Firmenzentrale des Entsorgungsbetriebs Becker in Mehlingen angesehen. Insbesondere die Wege der Aufbereitung und Wiederverwertung stießen da auf großes Interesse. Es freut uns, wenn die RHEINPFALZ-Sommertouren so gut angenommen werden. Am Dienstag wandern wir rund um Eulenbis – auf der Geo-Tour und dem Dorferkundungspfad, inklusive eines Besuchs des Beerewei(n)museums. Wir wollen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, damit auch etwas Abwechslung in der Ferienzeit bieten, Sie zu Dingen einladen, die Sie so normalerweise nicht erleben können. Aber solche Touren sind natürlich nur möglich, wenn es Menschen gibt, die uns dabei unterstützen. Vielen Dank also jetzt noch und schon einmal an die Mitarbeiter der Firma Becker, die uns die Tore geöffnet und sich für Sie die Zeit genommen haben, und natürlich an alle, die zum Gelingen der Wanderung beitragen – allen voran Wanderführer Jürgen Wachowski und Volker Halfmann vom Touristikbüro der Verbandsgemeinde Weilerbach sowie Arnold Jung vom Eulenbiser Beerewei(n)museum. In diesen Tagen habe ich mich mit den Kollegen in der Redaktion darüber unterhalten, was ich so als Jugendlicher in den Sommerferien gemacht habe. Meine Eltern hatten mir eine Dauerkarte fürs Freibad gekauft und dann ging’s ab ins Schwimmbad. Fast jeden Tag nach dem Mittagessen in den Bus, dann die paar Meter zum Freibad und auf die Liegewiese. Tag für Tag hatten wir uns da verabredet, mal ’ne Runde Fußball, mal ’ne Runde Beachvolleyball gespielt. Klar, im Wasser waren wir auch ab und zu. Gehört sich ja so, wenn man im Schwimmbad ist. Abends habe ich mich dann mit den Kumpels in meinem Ort zum Kicken getroffen, meistens so lange, bis es dunkel war und wir den Ball nicht mehr sehen konnten. Natürlich alles in kurzen Hosen. Kalt war es da ja nicht. Waren ja auch Sommerferien. Irgendwie passen die Ferien in diesem Jahr nicht so recht ins Bild. Als ich die Woche morgens joggen war, habe ich mir ein langes Oberteil und eine lange Hose angezogen. Herbstkleidung im August! Ich bin keiner, der täglich 36 Grad braucht. Aber so habe ich mir den Sommer nicht vorgestellt. Und die Freibadbetreiber sicher auch nicht. Da haben Sie uns ja fast überrannt, liebe Leser. In dieser Woche haben wir Sie gefragt, wie Sie zum Thema Tempo 30 in Ortsdurchfahrten stehen. Das Pilotprojekt der Landesregierung, auch für innerörtliche Hauptverkehrsstraßen „Tempo 30“ einzuführen, stieß bei vielen Bürgermeistern im Kreis Kaiserslautern auf lebhafte Zustimmung. Auch zahlreiche Leser können Tempo 30 durchaus viel Positives abgewinnen. Andere sehen darin nicht unbedingt die Lösung. Eingezeichnete Parkflächen auf den Hauptverkehrsstraßen – schließlich müssten die „Raser“ dann runter vom Gas, wenn ein Auto im Weg steht –, Verkehrsinseln oder vermehrte Radarkontrollen sind weitere Möglichkeiten. Ach ja, eine hab’ ich fast vergessen: vernünftig fahren. In einer Ortschaft kann immer mal ein Ball auf die Straße rollen und ein Kind hinterher rennen. Da möchte ich lieber nicht zu schnell unterwegs sein.