Wo isst Kaiserslautern?
Ein echter Tipp für Familien und Studenten: So schmeckt es im „Viva la Vida“
Wer das Viva la Vida in der Miesenbacher Straße in Ramstein-Miesenbach besucht, der kommt an Frida Kahlo nicht vorbei. Im hinteren Speiseraum schaut sie von der Wand in den Saal hinein und linst, so der Eindruck, auch mal auf den ein oder anderen Teller der Gäste in dem Lokal.
Das Lokal in der Miesenbacher Straße erscheint von außen zunächst eher unscheinbar, wer allerdings die Tür öffnet, steht in einem sehr farbenfrohen, gleichwohl sehr gemütlich wirkenden Speiselokal. Mit der besagten Frida Kahlo an der Wand – ein echter Hingucker.
Das Restaurant ist insgesamt geschmackvoll eingerichtet, präsentiert sich bunt und farbenfroh. Wände und Möbel sind in kräftigen Farben gestrichen, die rustikalen Holztische und -stühle passen sehr gut dazu. Die Deko auf den Tischen ist eher sparsam, ein Teelicht im Glas, was aber angesichts des vielen Drumherums passend ist. Alles andere wäre zu viel.
Angenehme Atmosphäre, riesige Auswahl auf der Karte
An diesem Mittwochabend im Dezember ist das Lokal gut besucht. Und obwohl nahezu alle Tische besetzt sind, ist die Lautstärke im Raum angenehm, eine Tischunterhaltung ist ohne viele Nachfragen möglich.
Der Blick in die Karte ist – zunächst – eine Herausforderung. So viele Gerichte. So viel Auswahl. So viele Varianten. Die große Auswahl, die die Karte bietet, ist typisch mexikanisch, keine Experimente – weder bei den Hauptdarstellern auf dem Teller, noch bei den Beilagen – und erscheint, wie beim Mexikaner üblich, nicht unbedingt leicht verdaulich: Nachos mit verschiedenen Dips, Burritos, Enchiladas, Tacos, Fajitas, Quesadillas, Flautas oder Chili con Carne, zudem noch Hamburger oder Steaks, als Beilagen lassen sich klassisch Bohnen und Reis ordern (muss man extra bestellen).
Aber: Wer sich die Zeit nimmt, sich womöglich auch erst noch ein wenig inspirieren lassen möchte, noch nicht so recht weiß, auf was er oder sie denn Appetit haben könnte, der wird mit Sicherheit fündig. Auch dann, wenn es eine fleischlose Alternative auf dem Teller sein soll. Sicher: der mexikanischen Küche wird eine gewisse Fleischlastigkeit nachgesagt. Aber Quesadillas, Tacos oder Burritos lassen sich allesamt auch vegetarisch füllen.
Die Füllung ist perfekt gewürzt
Wir entscheiden uns für Chimichanga, für viele seit Jugendzeiten der Inbegriff von typisch mexikanischer Küche. Der frittierte Burrito ist schön knusprig, die klassische Füllung mit Bohnen, Hackfleisch und Käse ist perfekt gewürzt. Dazu gibt es Salsa und Eisbergsalat. Einfach, ohne Chichi. Außerdem bestellen wir die Combinacion Favorita de Frida Kahlo, eine Platte für zwei Personen, die einen Querschnitt durch die mexikanischen Spezialitäten bietet: Tacos, Enchiladas, Burrito sowie Maischips, abgerundet mit Salsa, Guacamole, Reis und Bohnen.
Die Soßen sind geschmacklich rund, schmecken hervorragend, keinesfalls übertrieben salzig oder gar sauer. Die Salsa-Soße hat etwas Feuer, schadet aber auch eher zarten Gaumen in keiner Weise. Enchilada und Burrito sind lecker, gut gewürzt, das Fleisch ist zart, zergeht fast auf der Zunge, der dazugehörige Käse ist etwas zu mächtig. Aber: Wir sind beim Mexikaner, leichte Kost ist woanders. Beim Anrichten ließe sich vielleicht noch etwas rausholen, beispielsweise die Soße über dem Burrito ein bisschen netter verteilen und mit Kräutern garnieren. Oder Sour Creme und Guacamole in einem extra Schälchen anrichten. Am guten Geschmackserlebnis im Mund ändert das aber wenig bis gar nichts.
Angenehmer Service, leckeres Essen
So wenig wir beim Essen geschmacklich enttäuscht werden, so kurz haben wir auch aufs Essen gewartet. Der Service ist gut, die Bedienungen sind immer präsent und freundlich, aber nie aufdringlich. Kurz: Das Essen ist lecker, die Portionen reichhaltig und obendrein unschlagbar günstig. Ein echter Tipp auch für Familien oder Studenten.
Fazit: Wir kommen gerne wieder. Und Frida Kahlo wird uns dann erneut freundlich anschauen, aber bestimmt wieder auf den Teller linsen. Und hoffentlich nicht die Stirn runzeln, wenn wir dann den Margarita im Ein-Liter-Format ausprobieren.