Elschbach
Diese Elschbacherin hat das Faschings-Gen in die Wiege gelegt bekommen
„Dadurch, dass meine Eltern schon ewig im Verein sind, hat das mit dem Karneval bei mir schon von Kindesbeinen angefangen“, blickt Ricarda Weber auf ihre ersten Berührungspunkte mit der Fasnacht zurück. Sie wurde in eine närrische Familie hineingeboren: Ihre Eltern, der Onkel, sie alle brennen für die Fasnacht und engagieren sich in ihrem Verein, dem SGV Elschbach. Ricardas Vater, Wolfgang Weber, ist seit mehr als 40 Jahren Vorstand. Klar, dass die Fasnachts-Gene auch die Tochter mitbekam. „Mit drei Jahren hatte ich meinen ersten Auftritt auf der Bühne. Bei ’Schneewittchen und die sieben Zwerge’ war ich der kleinste Zwerg“, sagt die Hütschenhausenerin. Seitdem ist sie immer dabeigeblieben. Warum? „Es hat sich so ergeben. Von Jahr zu Jahr hat man sich einen Freundeskreis aufgebaut. So ging mein Weg von den Bambini bis hoch zur aktiven Garde.“
Abteilungsleiterin und Organisationstalent
Seit 2018 ist Ricarda Weber Abteilungsleiterin Unterhaltung beim SGV Elschbach. Eine Tätigkeit, die sie von ihrem Onkel erbte. Ricarda übernahm die Stelle, anfangs noch unter dem wachsamen Blick des Onkels, und wuchs mit der Zeit in die Aufgabe hinein, wie sie erzählt. Heute ist die 35-Jährige als Abteilungsleiterin für die Organisation des Faschingsprogramms zuständig. „Ich kümmere mich, vom Planen des Mottos über den Einsatz der Helfer oder dem Buchen der Musik bis hin zur Organisation des Programms.“ Darüber hinaus ist sie verantwortlich für mehrere Tanzgruppen. „Ich trainiere die Tanzmariechen, die Kindergarde und das Männerballett.“ Sie selbst steht seit zwei Jahren nicht mehr auf der Bühne. Zuvor war sie 30 Jahre Teil des Bühnenprogramms gewesen, ist mit der Zeit aber immer mehr in die organisatorische Rolle hineingerutscht. „Für kleinere Rollen bin ich aber immer zu haben“, sagt sie. Nur für größere Rollen, wie in der Garde, reiche die Zeit einfach nicht mehr aus.
Wenn man schon so lange im Vereinsleben aktiv ist, wie es bei Ricarda Weber der Fall ist, erlebt man zwangsläufig Veränderungen. Ihre herausforderndste Zeit erlebte sie während der Corona-Pandemie. Ihre größte Sorge bestätigte sich aber nicht: „Wir hatten durch Corona ein bisschen Angst, dass es nicht mehr so wird wie früher. Das hat sich glücklicherweise nicht erfüllt.“ Bemerkbar mache sich seitdem aber, dass der Stellenwert des Karnevals bei vielen Menschen etwas gelitten habe. Das macht Ricarda Weber vor allem daran fest, dass sich viele Leute nicht mehr für Karneval freinehmen und sich der Saal bei großen Veranstaltungen schon etwas früher leere.
Fußball und Eishockey zum Abschalten
Wenn sie nicht gerade mit Karneval beschäftigt ist, findet man Ricarda Weber im Fritz-Walter-Stadion oder in den Gästeblöcken der Republik. Sie ist großer FCK-Fan und hat neben ihrer Dauerkarte für die Spiele auf dem Betze, die sie seit 20 Jahren besitzt, seit drei Jahren sogar eine Auswärtsdauerkarte. Die Spiele besucht sie meist zusammen mit weiteren Mitgliedern des Fanclubs Red-White Hunters Hütschenhausen. Das Herz der sportbegeisterten Standesbeamtin schlägt aber nicht nur für Fußball, auch Eishockey zu schauen bereitet ihr große Freude. Bei den Zweibrücker Hornets ist sie regelmäßig zu Gast. „Das sind meine sonntäglichen Freizeitbeschäftigungen zum Abschalten“, sagt Ricarda Weber.