Ramstein-Miesenbach Die ungewöhnlichsten Gegenstände im Fundbüro in Ramstein-Miesenbach

Ein Grabstein im Wald gehörte zu den ungewöhnlichsten Funden, mit denen sich das Fundbüro der VG-Verwaltung Ramstein-Miesenbach
Ein Grabstein im Wald gehörte zu den ungewöhnlichsten Funden, mit denen sich das Fundbüro der VG-Verwaltung Ramstein-Miesenbach in der Vergangenheit befasst hat.

Was man findet, darf man behalten. Falsch! Man wendet sich an das örtliche Fundbüro. Mit welchen Gegenständen sich die Sachbearbeiter zum Beispiel in Ramstein-Miesenbach befassen mussten.

Unspektakuläre Objekte wie Kleidungsstücke, Handys, Portemonnaies und Fahrräder werden tagtäglich im Fundbüro Ramstein-Miesenbach abgegeben. „Was Ungewöhnliches fällt mir jetzt spontan nicht ein“, meint Heike Rudolphi zunächst. Sie ist die zuständige Mitarbeiterin für das Fundbüro bei der Verwaltung der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach.

Doch dann erinnert sie sich: „Nur einmal, da wurde ein Sarg im Wald gefunden.“ Er sei von Spaziergängern entdeckt worden, die unmittelbar die Polizei kontaktierten. Es habe jedoch kein Diebstahl eines Sarges im Umfeld festgestellt werden können. Wurde der Sarg ausgegraben? War er schon in Gebrauch gewesen? Rudolphis persönliche Erklärung: Reste von Halloween. Der Sarg sei im März gefunden worden.

Grabstein im Wald gefunden

Die Kuriositäten nehmen weiter ihren Lauf. So sei auch ein Grabstein gemeldet worden, der ebenfalls im Wald gefunden wurde – allerdings an anderer Stelle. „Vermutlich irgendwo mal gelagert und dann weggeschmissen“, meint Rudolphi. Kann es sein, dass der Fundort eigentlich ein vergessener Friedhof in Ramstein-Miesenbach ist? Nein, stellt sich im Gespräch mit der Sachbearbeiterin heraus. Alle Objekte wurden zeitverzögert gefunden und es wird kein Zusammenhang vermutet. Rudolphi berichtet, dass sich nie jemand nach dem Sarg und dem Grabstein erkundigt habe.

Fundstücke kommen ins Amtsblatt

Wenn jemand einen verlorenen Gegenstand im Fundbüro vorbeibringt, wird dieser erst einmal in eine Liste eingetragen, erläutert Rudolphi das Prozedere. Die Fundstücke werden dann im nächsten Amtsblatt veröffentlicht – in der Hoffnung, dass sich der Eigentümer meldet. Was passiert dann weiter mit den Sachen? Die Gegenstände werden sechs Monate lang je nach Größe im Büro oder im Keller gelagert. Wenn sich niemand meldet, werden die Dinge, die einen geringen Wert haben, vernichtet, für wohltätige Zwecke gespendet oder versteigert, erklärt Rudolphi. Allerdings hat auch der Finder das Recht, seinen Fund zurückzunehmen. Ob dieser den Grabstein jetzt im Garten stehen hat?

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