Bann
Der Zerstörung getrotzt: Einweihung des restaurierten St.-Valentinus-Kreuzes
Nachdem im August des Jahres 2025 das Jesuskreuz an der Außenfassade der katholischen St.-Valentinus-Kirche in Bann schwer beschädigt und mutwillig zerstört worden war, herrschten im ganzen Dorf und in der Pfarrgemeinde große Bestürzung und Bedauern. Doch aus diesem schmerzhaften Ereignis entstand ein gemeinschaftliches Projekt, das nun am zweiten Fastensonntag in einem feierlichen Gottesdienst im Freien seinen Abschluss fand. Pfarrer Udo Stenz segnete dabei das restaurierte Kreuz ein.
Banns ehemaliger Ortsbürgermeister, Arnold Germann, der sich um das Kreuz vielfach verdient gemacht hatte, betonte in seiner Rede, dass das Kreuz endlich wieder an seinem angestammten Platz stehe – dort, wo es hingehöre. Dabei gehe es nicht nur um die Restaurierung eines Objekts, sondern darum, ein starkes Symbol für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung zu setzen.
Kreuz feiert einen runden Geburtstag
Bernhard Keller vom Gemeindeausschuss erläuterte den zahlreichen Besuchern und Gemeindemitgliedern die geschichtliche Bedeutung des Kreuzes für die Gemeinde und für Bann. Er berichtete, dass das Kreuz mit seinem fast lebensgroßen Christuskorpus im Jahr 2026 einen runden Geburtstag feiert: Es wird 140 Jahre alt. Ursprünglich hatte es den Innenraum der Kirche geschmückt, bevor es 1962 im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils seinen Platz an der Nordseite vor der Kirche fand. Seitdem ist es ein beliebtes Fotomotiv bei Kommunionen, Firmungen und Hochzeiten. „Ich bin sehr froh und glücklich, dass dieser satanische Überfall auf das Kreuz letztlich dazu geführt hat, dass die Gemeinde zusammengehalten und es wieder installiert hat“, sagte Keller.
Nach der Einweihung versammelten sich Gemeindemitglieder und Besucher noch zu einem kleinen Umtrunk. Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Westpfälzer Musikanten des Blasorchesters Bann begleitet.