Katzweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Der Mühlenrundwanderweg bietet sich für eine Osterwanderung an

Das historische Mühlenrad der Dorfmühle Katzweiler zählt zu den größten im Südwesten.
Das historische Mühlenrad der Dorfmühle Katzweiler zählt zu den größten im Südwesten.

Das „Mühlenrad“ weist den Weg durch das sehenswerte pfälzische Hügelland. Was der Mühlenrundwanderweg zwischen Pfeifermühle und Katzweiler zu bieten hat.

Die knapp elf Kilometer lange Tour präsentiert sich sehr kurzweilig. Abwechslungsreiche Landschaften mit vielen Gewässern und Sehenswürdigkeiten lassen die Zeit wie im Fluge vergehen. Viele Plätze laden mit ihren Sitzgelegenheiten immer wieder zum Verweilen ein. So hat der Wanderer bei Bedarf in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit, sich etwas Leckeres aus seinem Rucksack aufzutischen. Asphaltierte Streckenabschnitte wechseln sich mit Feld- und Waldwegen ab. Nur teilweise ist die Wanderung barrierefrei. Eine gewisse Grundkondition ist erforderlich – vor allem, weil im letzten Drittel der Tour einige kurze Steigungen kommen. Als Belohnung wartet dafür immer ein herrlicher Weitblick. Während der Wanderung sollte man bei Abzweigungen auch stets das Mühlenrad, das Symbol für den Mühlenrundwanderweg, im Blick behalten. Meistens ist es sehr gut sichtbar, manchmal gleicht die Suche nach dem Wegweiser jedoch einer Ostereiersuche.

Los geht es am Hotel-Restaurant „Pfeifertal“ direkt an der L356 zwischen Weilerbach und Hirschhorn. Der Weg beginnt linkerhand des Restaurants und führt zu den dahinter gelegenen Wiesen. Dort warten unter Vogelgezwitscher die „Köstliche aus Charneux“, die „Rote Sternrenette“ und die „Mirabelle aus Nancy“. Diese und viele weitere Obstbäume säumen den Obstlehrpfad. Auf kleinen Schautafeln erfährt man alles über deren Herkunft und Besonderheiten.

Über die Mooslauter

Danach überquert der Wanderer die kleine Mooslauter. Der Weg schlängelt sich am Waldrand allmählich hoch zu den weiten Wiesen und Feldern rund um den Kühbörncheshof, eine mehr als 300 Jahre alte Mennonitensiedlung. Dort offenbart sich ein Panoramablick über das hügelige Land. Malerische Wiesen, deren saftiges Grün mit weißen Tupfen von blühenden Sträuchern geziert ist, fallen ins Auge. Auf der Anhöhe lädt eine Tischgruppe zum Rasten ein. Von dort aus führt der Weg nach Katzweiler.

Am Dorfplatz angekommen, kann man die alte Viehwaage, bestückt mit einem aus Stein gemeißelten Schwein, in Augenschein nehmen. Über die Eisenbahnstraße, die unterhalb der Hauptstraße verläuft, erreicht man nach kurzer Zeit die Bachstraße – eine pittoreske Nebenstraße, die vom kleinen Becherbach gesäumt wird. Dessen zahlreiche kleinen Brücken mit schmucken Metallgeländern, die zu den jeweiligen Anwohnern und deren Häusern führen, verleihen diesem Abschnitt einen elsässischen Charakter. Die Straße beherbergt auch eine geschichtsträchtige Sehenswürdigkeit: die Dorfmühle. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde Ende des 17. Jahrhunderts nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut und befindet sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts im Besitz des Müllergeschlechts Henn. Das beeindruckende Mühlenrad zählt mit seinen 8,40 Metern zu den größten im Südwesten. Seit 1994 steht es still.

Den Blick schweifen lassen

Das Mühlenradsymbol leitet den Wanderer an den Ortsrand Katzweilers, wo sich am Landschaftsweiher mit seiner schönen Anlage eine weitere Rast anbietet. Mitwandernde Kinder können sich währenddessen auf dem angegliederten, großzügigen und bestens ausgestatteten Spielplatz vergnügen. Von dort aus geht es auf dem Fußweg zwischen Lauter und Bahndamm zur Schafmühle. Am Sportplatz führt der Weg rechts mäßig steil nach oben. Zwischen Streuobstwiesen kann man den Blick wieder weit schweifen lassen, bevor die letzte Etappe durch den Wald hinunter ins Tal führt. Wer sich nicht unterwegs aus seinem Rucksack versorgt hat, kann im Restaurant „Pfeifertal“ zum Abschluss einkehren. Allerdings ist es an den Osterfeiertagen schon ausgebucht. Lediglich ein Außenplatz im Biergarten wäre mit viel Glück noch zu ergattern. Ab Ostermontag gehen die Betreiber dann in die Betriebsferien.

Fazit: Eine abwechslungsreiche Wanderung, die für jeden Geschmack etwas bietet und die in dieser Jahreszeit durch frühblühende Sträucher und Obstbäume besonders reizvoll ist. Hundebesitzer sollten übrigens Kotbeutel mit sich führen, um Hinterlassenschaften im Ort, am Landschaftsweiher oder an Rastplätzen zu entfernen. Genügend Abfalleimer sind vorhanden.

Einen Rastplatz mit schönem Ausblick gibt es auf den Anhöhen des Kühbörncheshofs.
Einen Rastplatz mit schönem Ausblick gibt es auf den Anhöhen des Kühbörncheshofs.
Der informative Obstlehrpfad an der Pfeifermühle.
Der informative Obstlehrpfad an der Pfeifermühle.
Die Bachstraße in Katzweiler mit dem Becherbach und den vielen kleinen Brücken.
Die Bachstraße in Katzweiler mit dem Becherbach und den vielen kleinen Brücken.
Blick ins Tal der Mooslauter.
Blick ins Tal der Mooslauter.
Überall auf der Wanderung begegnet man Flüsschen, wie hier der Lauter am südlichen Ortsrand Katzweilers.
Überall auf der Wanderung begegnet man Flüsschen, wie hier der Lauter am südlichen Ortsrand Katzweilers.
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