Das Wetter in der Region
Der Frühling lässt sich blicken
Dichte graue Wolken dominierten den Februar. Immer wieder regnete es. Zwischendurch schwollen Bäche und kleinere Flüsse an und traten an manchen Stellen über die Ufer. Vom Winter war nicht viel zu spüren. Nur selten rutschte das Quecksilber in den leichten Frostbereich. Oft blieb es viel zu mild für die Jahreszeit. Die Tagestemperaturen pendelten zumeist zwischen sieben und 14 Grad. Lediglich im Schlussabschnitt mischten sich vorübergehend einige Schneeflocken oder Graupelkörner unter die Tropfen. Zum Monatsende wurde es nach Nebelauflösung freundlicher.
Das Mittel der Lufttemperatur lag im Februar in der Westpfalz mit sieben Grad um 4,4 Grad über dem Durchschnittswert der vergangenen 25 Jahre und um 5,3 Grad über dem Durchschnittswert des Referenzzeitraums von 1961 bis 1990. Damit war dies der wärmste Februar seit Aufzeichnungsbeginn. Die tiefsten Werte mit leicht frostigen minus 0,5 Grad wurden am 2. und 29. Februar gemessen. Der höchste Wert wurde am 15. mit sehr milden 14 Grad verzeichnet. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei 108,2 Liter pro Quadratmeter. Das entspricht 150,5 Prozent des langjährigen Monatsmittels von 71,9 Liter pro Quadratmeter. Damit war dies der fünfte Monat in Folge, der zu nass ausfiel. Die Sonne schien 49 Stunden und damit weniger als im Januar. Das entspricht 59,8 Prozent des langjährigen Mittels.
Das bringt der März
Der Monat beginnt eher durchwachsen. Kleinere Störungsgebiete wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab. Dichtere Wolken bringen ab und zu etwas Regen oder leichtere Schauer. Dazwischen scheint des Öfteren die Sonne. Besonders über die Mittagszeit kann der Wind hin und wieder böig auffrischen. Die Temperaturen sind weder spätwinterlich noch frühlingshaft. Meist pendeln die Werte tagsüber zwischen acht und 13 Grad und nachts zwischen ein und sechs Grad. Leichten Frost gibt es nur, wenn der Himmel für längere Zeit aufklaren sollte. Über den Mittelabschnitt gibt es vermutlich eine beständigere Hochdruckverteilung über Nordeuropa und den Britischen Inseln. Dies deutet auf eine trockene Kontinentalströmung hin. Mit einem unangenehm spürbaren nördlichen bis östlichen Wind bleiben die Temperaturen eher niedrig. Es werden trotz blauen Himmels und reichlich Sonnenschein tagsüber kaum mehr als neun bis zwölf Grad gemessen. In den oft sternenklaren Nächten rutscht das Thermometer meist in den leichten Frostbereich von minus vier bis null Grad.
Kurz vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn könnte sich mit Winddrehung auf Südwest bis West durchaus für einige Tage freundliches Frühlingswetter einstellen. Die Temperaturen schießen dann geradezu nach oben und erreichen nachmittags 20 Grad und mehr. In kalten, windgeschützten Tälern, an Gewässern sowie in der Westpfälzischen Moorniederung bleibt die nächtliche Bodenfrostgefahr unter dem Sternenhimmel allerdings erhalten. Auf der Sickinger Höhe und im Pfälzerwald wird es hingegen spürbar milder.
Temperaturen gehen nach unten
Möglicherweise gibt es im Schlussabschnitt verbreitet einen polaren Kaltluftvorstoß. Auf der Rückseite einer Schlechtwetterfront stürzen die Temperaturen deutlich nach unten, sodass sich bei durchziehenden Schauerwolken Schneeflocken und Graupelkörner unter die Tropfen mischen können. Vermutlich kann es bei kräftigeren Schauern auch blitzen und donnern. Stellenweise trägt die Landschaft für kurze Zeit ein winterliches Kleid, bevor die kräftigere Märzsonne die weiße Pracht rasch schmelzen lässt. Zum Monatsende beruhigt sich die Wetterlage wahrscheinlich unter Hochdruckeinfluss wieder. In der Folge kann sich freundliches Wetter und Frühlingswärme ausbreiten.
Letztendlich wird der März im Vergleich zum Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre etwa ein bis zwei Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsmenge dürfte den Monatssollwert unterbieten. Die Sonnenscheindauer wird den langjährigen Mittelwert vermutlich um einige Stunden überschreiten.
Tendenz für den Folgemonat: Der April beschert uns möglicherweise reichlich Sonnenschein und wohltuende Frühlingswärme.
Unser Klima im Wandel
Februar 2024:
Durchschnittstemperatur: sieben Grad
Niederschlag: 108,2 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 49 Stunden
Februar 2023:
Durchschnittstemperatur: 4,5 Grad
Niederschlag: 12,1 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 115 Stunden
Februar 2014:
Durchschnittstemperatur: 4,8 Grad
Niederschlag: 87,5 Liter pro Quadratmeter
Sonnenscheindauer: 48 Stunden
Februar 1999:
Durchschnittstemperatur: ein Grad
Niederschlag: 87,5 Liter pro Quadratmeter