Kreis Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Das Heimatjahrbuch 2024 ist da

Auf 204 Seiten bietet das Heimatjahrbuch Bilder und Geschichten aus dem Landkreis Kaiserslautern – und auch darüber hinaus.
Auf 204 Seiten bietet das Heimatjahrbuch Bilder und Geschichten aus dem Landkreis Kaiserslautern – und auch darüber hinaus.

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu und das druckfrische Heimatjahrbuch 2024 des Landkreises Kaiserslautern liegt vor. Aus diesem Anlass trafen sich am Dienstagabend Kreisvorstand und Autoren im Deutschordensaal der Sparkasse.

Jahr für Jahr gibt es ein Buch voller Geschichten und das seit 1960 – damals noch unter der Herausgabe von Stadt und Land, ab 1983 jedoch allein für den Landkreis. Endlich sei nun 2024 da, meinte Landrat Ralf Leßmeister – ob für sich selbst als Chronik im Bücherregal oder für andere als Weihnachtsgeschenk. Vorfreudig gespannt fiel der Blick zuerst auf den Stapel Heimatjahrbücher, der für die Autoren vorgesehen war. Das Titelbild lockt mit mediterran blauem Himmelsgewölbe über heimattypisch rot-braun-gelb gefärbter Steinbruchwand. Daran angelehnt ist eine rostrote Eisenleiter. Die Collage der irgendwie verirrten Notiz einer einstigen Jagdverpachtung und in weißem Federkleid die überdimensional große, langbeinige und langhalsige Figur des Kranichs „Rudi“ sind ebenfalls zu sehen.

Viele interessante Geschichten

Was es damit auf sich hat, steht im Buch auf Seite 69 unter dem Titel „Der Kranichwoog“, verfasst von Autor Paul Junker. Er berichtet vom 2018 begonnenen und 2019 abgeschlossenen Bau „eines kleinen Woogs im Bruch bei Hütschenhausen“, der gerade mit Aussichtsturm und dem Natura-2000-Weg ergänzt wird. Im Anschluss schreibt Jürgen Ott von der „Erstaunlichen Vielfalt an Libellen am Kranichwoog“. Das sind nur zwei der insgesamt 54 Artikel. Und die beiden Autoren sind nur zwei von insgesamt 37. Darunter Neulinge, wie die elfjährige Matilda Teeselink und ihr Gedicht vom „Feuer“ auf Seite 204 und der über 90-jährige Theo Schäfer aus Heiligenmoschel mit einem Text über „Kollaborateure in Stelzenberg“ vor dem Hintergrund eigenen Erlebens. So gemischt wie diese wenigen Beispiele zwischen Landschaft, Tierwelt, Lyrik und Historie lesen sich auch die insgesamt 204 Seiten.

Reiseerzählungen dabei

Da sind die Auszeichnungen junger Menschen („Jugend musiziert“) und internationale Erlebnisse, bei denen weit über den Tellerrand hinaus geschaut wird – wie die Besuche in estnischen und polnischen Partnerschaftskreisen, die außergewöhnliche Fahrt von zehn Jugendlichen der IGS Enkenbach ins rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda sowie die Reise einer Landfrau aus Reichenbach-Steegen nach Afrika. Geografisch konträr zeigt sich das Thema Kultur. Denn es kamen internationale Künstler zum 14. Bildhauersymposium ins Schweinstal.

Die 82-jährige Edelgard Lösch aus Steinwenden lässt die Leser an ihrem Werdegang als Malerin, Grafikerin und Objektkünstlerin teilhaben. Andreas Fröhlich vertieft die Nähe zu Kunst und Kultur, indem der Professor allen musischen Fachbereichen seit Menschengedenken die Teilhabe nachvollzieht und zuspricht. Gleich danach ist zu erfahren, was es mit dem Projekt „Westpfälzer Musikantenland“ auf sich hat. Zur Euphorie gelungener Aktionen und Projekte gesellt sich der Abschied in Nachrufen an Roland Paul, Elwir Held und Dieter Faas. Ebenso lesenswerte Gedichte in Mundart sowie Geschichten über Handwerk, Landwirtschaft, Läutetürme, Dörfer und Volkskunde runden das Heimatjahrbuch 2024 ab.

Info

Das Heimatjahrbuch 2024 ist in der Kreisverwaltung sowie im Buchhandel unter der ISSN 0946-1361 erhältlich.

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