Ramstein-Miesenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Congress Center Ramstein: Open-Air-Sause zum Geburtstag

Freuen sich auf die Geburtstagfeier des Kulturzentrums 2026: (von links) Stadtbürgermeister Ralf Hechler, CCR-Geschäftsführer An
Freuen sich auf die Geburtstagfeier des Kulturzentrums 2026: (von links) Stadtbürgermeister Ralf Hechler, CCR-Geschäftsführer Andreas Guhmann, sein Stellvertreter Marco Stuppy und der Erste Stadtbeigeordnete Joe Felka.

Drei Tage, zwei große Bands und ein Familientag: Ramstein-Miesenbach feiert 40 Jahre Congress Center mit einem Open-Air-Fest. Auch das Schwimmbad spielt eine Rolle.

Aus der Stadtmitte von Ramstein-Miesenbach ist das Congress Center Ramstein (CCR) seit knapp vier Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Eröffnet wurde es als Haus des Bürgers am 9. Mai 1986. „Das war eigentlich nur ein Arbeitstitel“, erzählt der heutige Stadtbürgermeister Ralf Hechler. Dafür habe er sich lange gehalten. Erst zum 30. Geburtstag wurde das Haus in CCR umbenannt. Das habe nicht zuletzt mit den vielen Amerikanern zu tun gehabt, die in der Stadt und dem Umkreis leben. Die hätten sich mit dem Namen Haus des Bürgers schwergetan beziehungsweise ihn falsch verstanden, berichtet der Stadtchef. Manch einer sei hereingekommen, in der Erwartung, etwas zu essen ordern zu können und habe dann enttäuscht gefragt: „Und wo sind jetzt die Burger?“

Für die meisten Menschen in der Region ist das Haus aber fest mit kulturellen Veranstaltungen verbunden. Das Programm reicht von Lesungen und Kabarett über klassische, rockige oder volkstümliche Konzerte bis hin zu Zaubershows und Musical-Aufführungen. Außerdem werden Oktoberfest, Rittermahle und Fasching im großen Saal gefeiert. 207 Veranstaltungen hätten die 25 Mitarbeiter im vergangenen Jahr gestemmt, berichtet CCR-Geschäftsführer Andreas Guhmann. Dazu zählten auch Tagungen, Fortbildungen und Familienfeiern. Über eine solche Auslastung „können wir uns nicht beschweren“, zumal auch das Bühnenprogramm gut nachgefragt werde. Die Befürchtungen vieler, dass die Leute nach den Lockdowns während der Corona-Pandemie deutlich weniger ausgehen würden, habe sich für Ramstein-Miesenbach nicht bestätigt. „Das Live-Feeling ist einfach nicht zu ersetzen“, sagt Guhmann.

Congress Center als Impulsgeber

Eine Million Euro koste der Betrieb, sagt Hechler. Die Stadt gebe einen Zuschuss. Das sei gut angelegtes Geld, findet er. Das Haus befinde sich nicht nur im Zentrum Ramstein-Miesenbachs, es sei auch Impulsgeber. Es ziehe Menschen an und eine Wertschöpfungskette in Gang. Die von der Stadt betriebene Postfiliale und die Stadtbücherei sind im CCR untergebracht, Busse, die am Zentralen Omnibusbahnhof halten, bringen die Gäste direkt vor die Tür.

Eine der ersten, die auf der Ramsteiner Bühne gestanden hätten, sei übrigens Grit Böttcher gewesen, sagt Hechler. Auch Heidi Kabel und Willi Millowitsch hätten in der Westpfalz Station gemacht. Er selbst erinnert sich noch gerne an den Auftritt von Gerhard Polt mit den Biermösl Blosn und beim Konzert der „Rammstein“-Tribute-Band „Völkerball“ hätten die Pfeiler außen am Haus vibriert.

Jede Menge Programm soll auch im kommenden Jahr wieder geboten werden. Absoluter Programmhöhepunkt aber wird die Feier des 40-jährigen Bestehens des CCR sein. Guhmann, sein Stellvertreter Marco Stuppy sowie der Erste Stadtbeigeordnete und Marktmeister Joe Felka haben sich zusammengesetzt und ein Konzept dafür ausgearbeitet. Angelehnt an den Eröffnungstag wird im Mai gefeiert, und zwar unter freiem Himmel, drei Tage lang ab Christi Himmelfahrt.

Freibadgelände bietet sich an

Den idealen Ort dafür mussten sie nicht lange suchen: das große Außengelände des Freizeitbades Azur habe sich angeboten. Das Freibad ist nicht mehr in Betrieb, Liegewiese und Beachvolleyballplatz können daher genutzt werden. Dass der Untergrund, obwohl während der Feierlichkeiten durch Stahlplatten, einen sogenannten Schwerlastboden, im Bühnenbereich verstärkt, leiden wird, sei nicht so schlimm, sagt Felka, weil sich das Areal sowieso bald danach in eine Baustelle verwandeln werde. Denn dort, wo jetzt noch die Umkleidekabinen des Freibades stehen, soll der Ersatzneubau für das in die Jahre gekommene Hallenbad gebaut werden. Im Idealfall soll es damit Ende 2026, Anfang 2027 losgehen.

Vorher aber ist, wie gesagt, ein großes Open-Air geplant. Einen mittleren sechsstelligen Betrag gibt die Stadt laut Guhmann und Hechler dafür aus. Trotzdem rechnet der Stadtbürgermeister damit, „dass wir mit einem Plus rausgehen werden“. Für den dafür nötigen Zuschauerzustrom sollen die Bands „Heavysaurus“ und „The BossHoss“ sorgen. Los geht’s aber an Christi Himmelfahrt erst einmal mit einem Familientag und dem Auftritt der Party- und Stimmungsband „Habachtaler“ aus Brücken im Kreis Kusel, bei der der CCR-Geschäftsführer selbst mitspielt.

Heavy Metal für Kinder, Country für die Älteren

„Heavysaurus“ tritt dann am Freitag in ihren typischen Dinosaurierkostümen auf. Die Musiker spielen zwar Heavy Metal, aber explizit für Kinder und deshalb mit entsprechenden Liedtexten und mit Rücksicht auf die Kinderohren nicht so laut. Das Konzept ist angelehnt an das finnische Vorbild „Hevisaurus“, das von Schlagzeuger Mirka Rantanen gegründet worden war, weil sein fünfjähriger Sohn sich für diese Art der Musik interessierte. Open-Air-Erfahrung hat die deutsche „Heavysaurus“-Formation in diesem Jahr bereits in Wacken gesammelt. Dort trat die 2017 gegründete Band beim legendären Heavy-Metal-Festival auf und kam dort auch bei Erwachsenen gut an.

Country-Rock-Fans können sich auf den letzten Open-Air-Tag am Samstag freuen. Dann steht nämlich die Berliner Band „The BossHoss“ auf der Azur-Bühne. Dass die bekannte Gruppierung, die 2015 mit ihrem Album „Dos Bros“ auf Platz eins der Charts stand, relativ schnell zugesagt hat, freut Guhmann. Präsentieren werden die Country-Rock’n’Roller, die in diesem Jahr einen Song und ein Musikvideo mit Arnold Schwarzenegger veröffentlicht haben, auch Stücke aus ihrem neuen Album „Back to the Boots“.

Termin

Das Open-Air zum 40. Geburtstag des CCR findet vom 14. bis 16. Mai auf dem Freigelände des Freizeitbades Azur in Ramstein-Miesenbach statt.
Am Donnerstag, Vatertag, 14. Mai, gibt es von 11 bis 20 Uhr Programm für die ganze Familie, unter anderem mit den „Habachtalern“, Eintritt 5 Euro inklusive eines Freigetränks.
Freitag, 15. Mai, steht die Band „Heavysaurus“ ab 17.30 Uhr auf der Bühne. Karten kosten für Kinder unter drei Jahren 11, für Drei- bis Elfjährige 23 und für alle, die älter sind, 34 Euro.
„The BossHoss“ gibt am Samstag, 16. Mai, ab 19.30 Uhr ein Konzert. Karten gibt es für 64,50 Euro beim CCR unter www.cc-ramstein.de.
Der Vorverkauf für die Geburtstagsfeier läuft bereits. 6000 Karten stehen für jeden Tag zur Verfügung.

Highlight am Samstag: Die Band „The BossHoss“ kommt nach Ramstein. Unser Bild zeigt sie bei einem Auftritt im September 2025 bei
Highlight am Samstag: Die Band »The BossHoss« kommt nach Ramstein. Unser Bild zeigt sie bei einem Auftritt im September 2025 bei der Verleihung des Medienpreises Goldene Henne in Leipzig.
x