Landstuhl RHEINPFALZ Plus Artikel Burg Nanstein: Virtuelle Zeitreisen in die Vergangenheit geplant

Virtuell in die Geschichte der Burg eintauchen: Das will die Verbandsgemeinde Landstuhl Besuchernbald ermöglichen.
Virtuell in die Geschichte der Burg eintauchen: Das will die Verbandsgemeinde Landstuhl Besuchernbald ermöglichen.

In der Wallonenstadt Otterberg gibt es sie schon, nun zieht die Sickingenstadt nach: Auch auf Burg Nanstein in Landstuhl soll es bald virtuelle Zeitreisen geben.

„Time travel“ nennt sich das Angebot in Otterberg: Dort fahren die Besucher mit einem von Pferden gezogenen Planwagen durch die Stadt und tauchen per Virtual-Reality-Brille in jene Zeiten ein, als im Mittelalter Kloster und Abteikirche entstanden sind oder sich die Wallonen im 16. Jahrhundert in der Gemeinde niederließen.

Auch Landstuhl hat eine lange Geschichte, die mit einem vom Land geförderten Projekt lebendig werden soll. „Dabei geht es natürlich um Franz von Sickingen, aber nicht nur“, berichtet auf Anfrage Andrea Spannowsky, die bei der Verbandsgemeinde Landstuhl Fachbereichsleiterin für Tourismus ist. Auch das Renaissanceschlösschen solle virtuell erlebbar gemacht werden. „Wegen all der Stolperstellen und Unfallgefahren auf der Burg wird es bei uns allerdings keine Virtuell-Reality-Brille geben, sondern wir werden die virtuelle Zeitreise per Smartphone oder Tablet ermöglichen“, erläutert sie. Die Kosten, die auf rund 100.000 Euro geschätzt werden, übernimmt das Land zum größten Teil. Es stammt aus dem Förderprogramm „Regional. Zukunft. Nachhaltig“. „Die Zeitreisen-Idee gibt es schon länger“, freut sich Andrea Spannowsky, dass das Projekt nun, da die Mittel bewilligt sind, im Detail geplant und umgesetzt werden kann. Wann es angeboten wird, stehe aber noch nicht fest.

Auch der Nanstein-Wanderweg soll attraktiver werden, berichtet die Touristik-Fachfrau. Geplant sind sogenannte Zwitscherkästen am Wegesrand, an denen Besucher per Kurbel oder QR-Code Infos zum Beispiel zum Heidefelsen oder Bismarckturm abrufen können. Auch dafür gibt es finanzielle Unterstützung aus dem Zukunftsprogramm, freut sich Spannowsky.

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