Enkenbach-Alsenborn Besuch bei Landmaschinen Krauss: Zwischen Motorsägen und Traktoren

Im Verkaufsraum von Landmaschinen Krauss in Enkenbach: Eine Motorsäge in der Hand zu haben, ist Landrat Ralf Leßmeister nicht fr
Im Verkaufsraum von Landmaschinen Krauss in Enkenbach: Eine Motorsäge in der Hand zu haben, ist Landrat Ralf Leßmeister nicht fremd.

Tina Krauss führt den Landmaschinen-Familienbetrieb in Enkenbach in zweiter Generation. Beim Rundgang geht es um Sortiment, Service und regionale Wirtschaftskraft.

„Ich habe selbst zwei Stihls zu Hause“, verrät Landrat Ralf Leßmeister beim Besuch der Firma Landmaschinen Krauss in Enkenbach. Er lege auch schon mal Hand im Garten an; schließlich stamme er aus einer Handwerkerfamilie.

Motorsägen sind nur ein Teil dessen, was die Firma anbietet. Landmaschinen Krauss ist sowohl Anlaufstelle für Land- und Forstwirte als auch für Privatkunden. Es gibt Traktoren von Massey Ferguson, Anhänger- und Bodenbearbeitungsgeräte von Kuhn, Rasenmäher und Motorsägen von Stihl – außerdem Wartung und Reparatur vom Kleinstgerät bis zur Landmaschine.

Mittlerweile elf Mitarbeiter

Im Jahr 1983 startete Winfried Krauss seine Firma als Ein-Mann-Betrieb in der Uhlandstraße. Schon bald habe er Mitarbeiter einstellen müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden. 1999 zog er dann mit seiner Firma in die eigens errichteten Gebäude am jetzigen Platz im Hainweg. Gleichzeitig wurde das Sortiment mit Kleingeräten von Stihl aufgestockt. 2020 reichte der Firmengründer das Zepter an seine Tochter Tina Krauss weiter.

Sie habe sich als Frau erst einmal in dieser Branche durchsetzen müssen, erzählt die Geschäftsfrau. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen elf Mitarbeiter. „Natürlich stellen Baumärkte und das Internet eine Konkurrenz dar, aber unsere Kunden schätzen die Beratung und den Service“, sagt Tina Krauss.

Früh im Jahr zwei Traktoren verkauft

Sie betont die Bedeutung von Reparaturen im Sinne der Nachhaltigkeit. Landwirte nutzten die Wartungsangebote wie etwa den Hydraulikservice – und jeden Donnerstag habe man den Tüv im Haus. Krauss’ Ehegatte Christian Hemmer ist Land- und Baumaschinenmechatroniker-Meister und leitet den Betrieb, der auch ausbildet. Der Beruf erfordere zwar viel körperliche Arbeit, komme heute aber für die Auslesung der Fehlercodes nicht mehr ohne den Einsatz von Handys und Tablets aus. „Unsere Mitarbeiter befinden sich regelmäßig von Januar bis März bei unseren Partnern auf Fortbildung“, sagt Hemmer.

Der Verkauf sei saisonabhängig. „Gestern haben wir einen Aufsitzrasenmäher verkauft, und letzte Woche zwei Traktoren, was relativ früh im Jahr ist“, verrät der Betriebsleiter. Er berichtet, dass immer mehr Akkugeräte verlangt würden. Auch Mähroboter erfreuten sich wachsender Beliebtheit.

Einblicke in die Firma Landmaschinen Krauss

Die Unternehmerfamilie führt den Besuch über das Firmengelände. Vertreter der Handwerkskammer sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern (WFK) sind dabei, ebenso Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel. Die Gäste erhalten Einblick in den Verkaufsraum, das Lager und in die großen Werkstätten. In der Kleingerätewerkstatt erleichtern Mini-Hebebühnen den Beschäftigten das Arbeiten – etwa an Aufsitzrasenmähern.

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Auf dem großzügigen Außengelände steht großes Gerät: Mulcher, Grubber und zahlreiche Traktoren. Um über noch mehr Platz zu verfügen, habe man die Gelegenheit genutzt und vor einiger Zeit ein angrenzendes Gelände der Firma Heger gekauft, berichten die Unternehmer.

Stabile Wirtschaftslage im Raum Kaiserslautern

„Wenn es dem Handwerk gut geht, dann geht es allen in der Kommune gut. Das ist essenziell für unser aller Wohlbefinden“, versichert Ralf Leßmeister. Deswegen fänden die Belange der Handwerksbetriebe auch stets Beachtung. Philip Pongratz, der als Geschäftsführer der WFK die Firmenbesuche des Landrats organisiert, sagt: „Wirtschaft ist das A und O. Der Raum Kaiserslautern hat eine stabile Wirtschaftslage, und das ist den kleinen und mittelständischen Betrieben geschuldet.“

Ortsbürgermeister Jürgen Wenzel berichtet, dass das Gewerbesteueraufkommen gestiegen sei, was letztendlich der ganzen Verbandsgemeinde zugute komme, da weniger Umlagen nötig seien.

Immer weniger Landwirte

Firmensenior Winfried Krauss unterstützt den Betrieb immer noch sechsmal die Woche. Der 71-Jährige, dessen Eltern auch Landwirtschaft betrieben, erinnert sich, dass es früher mehr als zehn Landwirte in der Gemeinde gegeben hat. Heute seien es nur noch zwei. Dass es immer weniger Landwirte gibt, beunruhigt Tina Krauss nicht. Zum einem sei man breit aufgestellt und zum anderen kämen die Kunden aus einem Umkreis von 30 Kilometern. „Und Landwirtschaft wird es immer geben“, sagt sie.

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